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18.01.2007

Metastasen bei Brustkrebs früher erkennen – neuer Test in Erprobung

Wissenschaftler glauben, die Wahrscheinlichkeit, ob ein Brusttumor bereits Metastasen in die nahe gelegenen Lymphknoten abgesiedelt hat, anhand zweier Proteine messen und so die weitere Behandlung besser planen zu können. Sind die Proteine nachweisbar, steigt die Wahrscheinlichkeit für die Bildung oder das Vorhandensein von Metastasen.

Sollte der Test sich als sicher erweisen, könnte die erste Tumorbiopsie aus der Brust daraufhin untersucht werden, ob diese beiden Proteine vorhanden sind oder nicht. Das Ergebnis könnte darüber entscheiden, ob nur der Tumor selbst entfernt werden muss oder ob auch weiteres Gewebe, beispielsweise die Lymphknoten in der Achselhöhle, herausoperiert werden müssen.

In einer ersten Studie wurden 65 Patienten untersucht. Proben von Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs wurden mit Proben von Frauen ohne Metastasen verglichen. Dabei entdeckten die Wissenschaftler zwei Proteine, welche in der Mehrzahl der Fälle bei den Patientinnen mit Metastasen vorhanden waren, nicht jedoch bei den Patientinnen ohne Metastasen. Nun muss noch die Sicherheit der Vorhersageergebnisse in großen Studien belegt werden, erklären die Mediziner. Bis zur standardmäßigen Anwendung des Tests wird also noch einige Zeit vergehen. Doch die Forscher sind optimistisch, auf diesem Weg einigen Frauen zu große Operationen ersparen zu können bzw. bei anderen im Frühstadium mögliche Metastasen noch verhindern zu können.

Die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs ist besonders für die Heilungssaussichten von Bedeutung. Führen Sie daher jeden Monat eine Selbstuntersuchung Ihrer Brust durch (eine Anleitung dazu finden Sie hier) und nehmen Sie die regelmäßigen Vorsorgetermine bei Ihrem Frauenarzt wahr.


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