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11.10.2010

Blasenentleerungs-Störungen können auf Gebärmuttersenkung hinweisen

Eine Lageveränderung der Gebärmutter kann zu Problemen mit der Blasenentleerung führen und verschiedene Beschwerden beim Wasserlassen hervorrufen. „Typische Symptome für eine Absenkung der Gebärmutter sind beispielsweise vermehrter Harndrang, wobei jedoch nur geringe Mengen Urin abgegeben werden können", erläutert Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Verzieht die Gebärmutter die Harnröhre, kann sich eine so genannte Überlaufblase entwickeln, aus der dann ständig Urin austritt und die gleichzeitig auch nicht vollständig entleert werden kann. Verbleibt Resturin dauerhaft in der Blase, können wiederkehrende Harnwegsinfektionen die Folge sein" Insbesondere Frauen nach den Wechseljahren, die öfters unter Blasen- oder Scheidenentzündungen leiden, sollten daher abklären lassen, ob nicht eine Gebärmuttersenkung beziehungsweise Scheidensenkung für die Symptome verantwortlich ist.

Weitere Anzeichen für eine Lageveränderung der Gebärmutter sind ein Druck- oder Fremdkörpergefühl im Bereich der Scheide, das gerade auch beim Geschlechtsverkehr auftreten kann. Weiterhin leiden einige Frauen unter diffusen Unterbauchschmerzen - oft kombiniert mit Rückenschmerzen nach körperlicher Belastung. „Solche Schmerzen werden durch die Belastung hervorgerufen, welche die ungenügend fixierte Gebärmutter auf ihren »Aufhängeapparat« ausübt. Diese Schmerzen fühlen sich dann eher dumpf an und strahlen aus der Tiefe der Kreuzbeingegend in den Unterleib aus."

Hauptgrund für eine Senkung der Gebärmutter beziehungsweise der Scheide ist eine Beckenbodenschwäche. Für die Therapie stehen je nach Ausprägung der Senkungsproblematik konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten zu Verfügung. Ist ein gezieltes Training des Beckenbodens auch mit Hilfsmitteln - wie Pessaren oder Vaginalkegeln - nicht erfolgreich, können Haltebänder oder Scheidenplastiken den Stabilitätsverlust beheben. Auch eine Veränderung der Lebensgewohnheiten und des persönlichen Lebensstils ist meist ratsam. Dazu zählen eine Gewichtsreduktion, die Vermeidung schweren Hebens oder Tragens oder die Behandlung von Husten bei chronischer Bronchitis.

Die Pressemeldung des BVF ist zur Veröffentlichung freigegeben.
Bitte weisen Sie bei Verwendung im Printbereich auf das Informationsportal des BVF, www.frauenaerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung erbitten wir eine Verlinkung auf die Website.



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