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28.09.2010 Drospirenonhaltige «Anti-Baby-Pillen» nicht bedenklicher als andere
Pille ist in Deutschland verschreibungspflichtigSeit Jahren ist die «Pille» in Deutschland das beliebteste Verhütungsmittel. Sie ist jedoch nicht völlig nebenwirkungsfrei, weswegen sie in Deutschland auch verschreibungspflichtig ist. Das Risiko für Thromboembolien ist während des ersten Jahres der erstmaligen Anwendung am höchsten. Vor der Verschreibung einer «Anti-Baby-Pille» wird von Frauenärzten stets eine sorgfältige individuelle Einschätzung der Patientinnen vorgenommen, inwieweit persönliche Risikofaktoren vorliegen, die einer Verordnung von hormonellen Verhütungsmitteln entgegenstehen könnten. „Zu den Risikofaktoren gehören beispielsweise vorausgegangene oder bestehende thrombo-embolische Erkrankungen, eine familiäre Thrombose-Neigung, starkes Übergewicht, eine chronische Lebererkrankung oder diabetisch bedingte Gefäßveränderungen. Auch Frauen, die über 30 Jahre alt sind und rauchen, haben ein erhöhtes Risiko. Mit der Anzahl an Risikofaktoren erhöht sich das Thrombose-Risiko, weswegen Frauenärzte sorgfältig abwägen und gegebenenfalls dazu raten, auf andere Verhütungsmethoden auszuweichen", meint Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München. „Von Mädchen und Frauen ohne Vorerkrankungen wird die «Pille» normalerweise gut vertragen und kann als sehr wirksames Verhütungsmittel problemlos angewendet werden. Dabei kann es individuelle Unterschiede in der Verträglichkeit der jeweiligen Präparate geben, in dem Sinne, dass eine Anwenderin eine «Pille» besser verträgt als die andere." Ein Interview zum Thema mit Dr. Ulrich Hagemann vom BfArM zur Einschätzung der aktuellen Studienlage finden sie unter nachfolgendem Link beim Deutschlandradio: dradio (Programm: Deutschlandfunk)
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