Die Zahl der Abtreibungen ist in jüngster Zeit leicht gesunken. Von April bis Juni gab es in Deutschland rund 27 400 Schwangerschaftsabbrüche. Das waren 300 weniger als im zweiten Quartal 2009, wie aus Daten des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden hervorgeht. Knapp drei Viertel der Frauen, die ihre Schwangerschaft vorzeitig beendeten, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt. Fast acht Prozent waren 40 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen lag bei vier Prozent.
Am häufigsten haben ledige Frauen abgetrieben: Im zweiten Quartal dieses Jahres belief sich ihre Zahl auf 15 206. Bei den verheirateten Frauen waren es 10 934. Die Mehrheit der Abbrüche (97 Prozent) geschah nach der Beratungsregelung. Diese schreibt im Wesentlichen vor, dass der Eingriff zwölf Wochen nach der Empfängnis erfolgen muss und die Frau vorher bei einer Beratungsstelle war. Drei Prozent der Schwangerschaften wurden aus medizinischen oder kriminologischen Gründen beendet. Das bedeutet, dass die Frauen entweder gesundheitliche Probleme hatten oder zum Beispiel vergewaltigt wurden.