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02.08.2010

40 plus: Unregelmäßiger Zyklus allein sagt nichts über Fruchtbarkeit aus

Erste Zyklusschwankungen, die auf eine nachlassende Eierstockfunktion zurückzuführen sind, treten bei den meisten Frauen bereits zwischen 40 und 45 Jahren auf. Ein ungleichmäßiger Zyklus bedeutet jedoch nicht zwangsläufig ein Ende der Fruchtbarkeit. Er weist lediglich darauf hin, dass der Eisprung nicht mehr regelmäßig stattfindet und die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft dadurch sinkt. „Viele Frauen haben in diesem Alter noch einen ausreichenden Vorrat an Eizellen in den Eierstöcken, die zu Eibläschen heranreifen können. Bei gesunden Frauen sind die biologischen Voraussetzungen für eine Schwangerschaft dann gegeben", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Dies gilt insbesondere für Frauen, die einen gesunden Lebensstil führen und normalgewichtig sind. Rauchen und Übergewicht hingegen beeinträchtigen die Fruchtbarkeit."

Frauen, die über den Zustand ihrer Fruchtbarkeit Gewissheit haben möchten, können sich von einem Frauenarzt dahingehend untersuchen lassen. Eine erste vorsichtige Prognose über den Fruchtbarkeitszustand kann der Gynäkologe bei einer Ultraschall-Untersuchung vornehmen, indem er die Größe der Eierstöcke und der sichtbaren Eibläschen (Follikel) beurteilt. „Je mehr Follikel im Frühstadium zu erkennen sind, desto größer ist offenbar das verbliebene Fruchtbarkeitspotential der Eierstöcke, die so genannte ovarielle Reserve. Liegen keine oder nur wenige herangereifte Eibläschen vor, deutet dies darauf hin, dass sich die Fruchtbarkeit allmählich erschöpft", ergänzt der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover.

Weitere Rückschlüsse auf die Chancen für eine Schwangerschaft können Hormonbestimmungen liefern. Dabei werden die Konzentrationen des Anti-Müller-Hormons (AMH) und des Follikel stimulierenden Hormons (FSH) im Blut bestimmt. Diese Messungen der Fruchtbarkeit sind jedoch keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse.

Die Menopause ist der Endpunkt der fruchtbaren Zeit einer Frau, sie tritt in Deutschland im Durchschnitt im Alter von 51 Jahren auf. „Wenn Frauen unter 50 Jahren zwei Jahre und Frauen über 50 Jahren ein Jahr keine Regelblutung mehr hatten, kann man davon ausgehen, dass die Wechseljahre abgeschlossen sind und die Menopause eingesetzt hat", erklärt Dr. Albring. Frauen, die auf keinen Fall schwanger werden möchten, müssen bei Geschlechtsverkehr solange verhüten, bis die Menopause eingesetzt hat. Sie kann auch durch mehrere Hormontests von FSH und Östradiol festgestellt werden, die im Abstand von einigen Wochen gemacht werden.

Die Pressemeldung des BVF ist zur Veröffentlichung freigegeben. Bitte weisen Sie in diesem Fall auf das Informationsportal des BVF, www.frauenaerzte-im-netz.de, hin. Bei Online-Veröffentlichung wäre eine Verlinkung wünschenswert.


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