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15.07.2010

Studie: Bräunen im Solarium erhöht eindeutig das Hautkrebsrisiko

Solarien sind mit einem 74%-ig größeren Risiko für die Bildung von schwarzem Hautkrebs, so genannten Melanomen, verbunden. Dies behaupten amerikanische Forscher. Bei manchen Sonnenbänken war das Haut-Krebs-Risiko durch ihren Gebrauch sogar um das Vierfache erhöht, so das Resultat einer Untersuchung von Professor DeAnn Lazovich und ihren Kollegen von der Universität in Minnesota.

Die Gefahr einer Hautkrebserkrankung stieg mit den Jahren des Gebrauchs, mit der Anzahl der kumulierten Stunden bzw. der Sitzungen in Solarien, berichten die Wissenschaftler in Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention. Die Studie untermauert die Behauptung der Weltgesundheitsorganisation WHO, dass Sonnenbänke „krebserregend" sind. Doch bisher konnte noch keine eindeutige Dosis-Abhängigkeit belegt werden, unabhängig vom Geschlecht und Alter der Patienten.

Lazovich untersuchte 1.167 Patienten im Alter von 25 bis 59, die zwischen Juli 2004, und Dezember 2007 die Diagnose „Hautkrebs" erhielten. Als Vergleichsgruppe diente eine Gruppe von 1.101 gesunden Menschen, die der Alters- und Geschlechtsverteilung der erkrankten Patienten entsprach. Die Teilnehmer füllten einen Fragebogen aus und unterzogen sich einer ausführlichen telefonischen Befragung, die eine Stunde lang dauerte. Dabei erfassten die Forscher u.a., wann die Teilnehmer mit den Solarienbesuchen begannen, wie oft und wie lange sie sie benutzten. Auch die Art der Solarien und das Bräunen in der Sonne und andere Risikofaktoren für die Entwicklung eines Melanoms waren Punkte des Interviews.

Insgesamt hatten nach eigenen Angaben ca. 63% der Erkrankten Solarien besucht. Bei den nicht Betroffenen waren es demgegenüber ca 51%.

Häufige Benutzer haben demnach ein bis zu dreimal höheres Risiko, einen schwarzen Hautkrebs zu entwicklen als jene, die nie solche Geräte benutzten. Die Wissenschaftler definierten in ihrer Arbeit „häufige Solariennutzung" mit mehr als 50 Stunden, mehr als 100 Sitzungen, oder über mehr als 10 Jahre. Die Forscher schränken ein, dass sie nicht bestimmen konnten, welche Strahlung (UVA oder UVB) für die Ergebnisse verantwortlich ist.

 



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