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28.06.2010

Bluttest kann Menopausen-Beginn schon in jüngeren Jahren vorhersagen

Bluttest - Anti-Müller-Hormon-wechseljahreEin einfacher Bluttest könnte Frauen in Zukunft ermöglichen, das Ende ihrer fruchtbaren Jahre im Voraus zu bestimmen. Damit könnte das Thema Familienplanung in vielen Fällen leichter werden. So stellte die iranische Wissenschaftlerin Fahimeh Ramezani Tehrani mit einem Forscherteam fest, dass die Konzentration des Anti- Müller-Hormons (AMH) im Blut bereits Jahre vorher Aufschluss darüber geben könne, wann genau die Menopause, das Ende der fruchtbaren Zeit einer Frau, einsetzen würde. Die Testergebnisse werden im Rahmen des 26. Kongress der "European Society of Human Reproduction and Embryology" (ESHRE) in Rom veröffentlicht.

"Wir haben festgestellt, dass die AMH-Konzentration wesentlich mehr als das chronologische Alter den Beginn der Menopause bestimmt", erklärte Ramezani Tehrani. Der Wissenschaftlerin gelang es, ein statistisches Modell zu entwickeln, um ausgehend von einer Messung der AMH- Konzentration den Beginn der Wechseljahre zu schätzen. „Wir haben etwa schätzen können, dass eine Frau, die im Alter von 20 eine AMH-Konzentration von 2,8 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) aufweist, zwischen 35 und 38 Jahren in die Menopause kommen müsste." Die Differenz zwischen der Vorhersage und dem tatsächlichen Eintritt in die Menopause habe nur zwischen vier Monaten und maximal drei bis vier Jahren gelegen.

Ramezani Tehrani stellte außerdem Zusammenhänge zwischen AMH- Konzentrationen in einem bestimmten Alter und einem frühen oder späten Einsetzen der Menopause fest. So deute etwa bei 20-Jährigen eine AMH-Konzentration von 4,1 ng/ml auf eine frühe Menopause im Alter unter 45 hin, eine AMH-Konzentration von 4,5 ng/ml oder mehr hingegen auf einen späten Beginn der Menopause in einem Durchschnittsalter von 52.

Für die Studie wurden 266 Frauen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren seit 1998 von einem Forscherteam um Ramezani Tehrani untersucht. Die Wissenschaftlerin ist unter anderem als Präsidentin des Endokrinologischen Forschungszentrums Teheran und als Gastprofessorin an der „Shahid Beheshti University" in Teheran tätig.


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