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29.06.2010 Mammografie-Screening: Jede zweite Frau nutzt Brustkrebs-Früherkennung
Das bundesweite Mammografie-Screening-Programm wurde 2002 vom Bundestag beschlossen und von 2005 an aufgebaut. Im Dezember 2009 nahm die letzte der insgesamt 94 Einheiten die Arbeit auf. Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren wird nun alle zwei Jahre zur freiwilligen Untersuchung eingeladen. Seit Beginn der Reihenuntersuchung haben Ärzte bei mehr Frauen Tumore entdeckt als vorher. Oft fiel der Krebs beim Mammografie- Screening in einem so frühen Stadium auf, dass Frauen schonendere Therapien erhielten. Bei den systematischen Röntgenuntersuchungen der Brust fanden Mediziner bei 7 bis 8 von 1000 Frauen einen Tumor. Ohne Screening waren vorher bei 2 bis 3 von 1000 Frauen Karzinome entdeckt worden. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 57 000 Frauen neu an Brustkrebs, 18 000 sterben an dem Tumor. Karzinome in der Brust treffen vor allem Frauen über 50. Das Screening rief von Anfang auch Kritiker auf den Plan. Das Verfahren sei mit 300 bis 400 Millionen Euro Kosten pro Jahr zu teuer und werde in der Wirkung überschätzt, monierte unter anderem der Psychologe Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Die Massenuntersuchung führe zu vielen falsch- positiven Befunden und unnötigen Operationen. Es sei aber bisher keine bessere Methode bekannt, um Brustkrebs so früh zu erkennen, hält die Deutsche Krebsgesellschaft dagegen. Häufig könnten Frauen durch die Früherkennung auch ihre Brust behalten. Der Berufsverband der Frauenärzte fordert zum Nutzen der Frauen die engere Einbindung der niedergelassenen Frauenärzte in die Befundbesprechung, sowie die Therapieplanung und -ausführung. Nur so kann die Akzeptanz und der Erfolg des Programms auf Dauer gewährleistet werden. Quelle: dpa Weitere Meldungen zum Thema:
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Rund die Hälfte der Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Deutschland nutzt mittlerweile die Röntgenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs (


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