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31.05.2010

Frauen ab 40 sollten Tetanus-Impfschutz überprüfen lassen

Insbesondere Frauen ab dem 40. Lebensjahr sollten ihren Tetanus-Impfschutz überprüfen lassen. Erfahrungen zeigen, dass der Impfstatus von Frauen ab dem mittleren Lebensalter zunehmend schlechter wird. „Nur 60 Prozent der Vierzigjährigen sind gegen Wundstarrkrampf geimpft. Bei den 70-Jährigen sind es sogar nur noch 40%", berichtet der Dr. Michael Wojcinski, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Impfen des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Gegen Tetanus gibt es eine sichere und sehr wirkungsvolle Impfung, die alle zehn Jahre aufgefrischt werden sollte." Die Kosten für die Immunisierung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auch muss keine Praxisgebühr entrichtet werden, wenn ausschließlich geimpft wird. „Selbst wenn die letzte Impfung schon länger als zehn Jahre zurückliegt, genügt eine einzige Injektion, um den Schutz wieder herzustellen.  Die Auffrischimpfung gegen Tetanus erfolgt in Kombination mit einem Impfstoff gegen Diphterie und neuerdings auch Keuchhusten", ergänzt Dr. Wojcinski.

Tetanus, auch als Wundstarrkrampf bekannt, ist eine ernst zu nehmende Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst wird. „Die Infektion entsteht meist durch verunreinigte Wunden, wie sie bei der Gartenarbeit oder bei Aktivitäten im Freien vorkommen können, denn die Erreger befinden sich im Erdboden. Auch durch Hunde- oder Katzenbisse bzw. -kratzer könnten Tetanus-Bakterien übertragen werden", ergänzt Dr. Wojcinski.   

Darüber hinaus gelten weitere Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). So sollten sich alle Erwachsenen ab einem Alter von 60 Jahren einmal im Jahr gegen Grippe und einmalig gegen Pneumokokken (Erreger von Lungenentzündung) impfen lassen. Neben diesen Standardimpfungen können weitere Schutzimpfungen sinnvoll sein - wie gegen Hepatitis A und B - für eine Reise oder gegen die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung, FSME. In vielen Fällen werden auch diese Immunisierungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.



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