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27.05.2010

Panikattacken nehmen insbesondere bei Frauen zu

Panikattacken, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, nehmen in Nordrhein-Westfalen zu. Wie die Techniker Krankenkasse mitteilte, wurden 2008 rund 2400 Menschen nach solchen Attacken stationär im Krankenhaus behandelt. Acht Jahre zuvor waren es erst 1200 Patienten. Die TK beruft sich auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Vor allem alte Menschen litten unter solchen Attacken, so die Krankenkasse. So habe sich die Zahl der Behandlungen bei Menschen über 65 Jahren fast versechsfacht. Auch unter den 20- bis 30-Jährigen sei die Zahl der Behandlungen um rund 60 Prozent auf fast 330 Fälle gestiegen.

Gründe für den Anstieg sind bei Alten möglicherweise die zunehmende Vereinsamung oder die Überforderung durch technische Neuerungen. Bei Jüngeren führten oft Zukunftsängste zu Panikattacken. In zwei Drittel aller Fälle sind Frauen betroffen.

Menschen können vor allem dann Panikattacken bekommen, wenn sich ihre Lebensumstände ändern, wie bei einer Scheidung, dem plötzlichen Tod eines nahen Angehörigen oder dem Verlust des Arbeitsplatzes. Auch träten sie oft in Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom, einer depressiven Erkrankung, auf.

Panikattacken gehören zu den Angststörungen und werden mit Medikamenten und Psychotherapie behandelt. Sie sind durch intensive Ängste bis hin zur Todesangst und massive körperliche Beschwerden gekennzeichnet. Oft kommt es zu Herzklopfen, verschwommenem Sehen, Kribbeln in Armen und Beinen, Druckgefühl im Magen und Schweißausbrüchen. Die Symptome treten plötzlich auf, nehmen während einiger Minuten an Stärke zu und halten in der Regel einige Minuten bis zu einer halben Stunde an - in Einzelfällen auch länger.



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