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19.08.2010

Sport hilft Angst bei chronischen Erkrankungen zu vertreiben

Chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma oder Krebs werden oft parallel von Ängsten begleitet. Eine Übersichtsarbeit, in der Forscher 40 Studien mit insgesamt 2914 chronisch Kranken ausgewertet hatten, kam nun zu dem Ergebnis, dass durch regelmäßige körperliche Aktivität Betroffene ihre Angstsymptome lindern können. „Chronisch Kranke, die regelmäßig trainierten, litten deutlich weniger unter Angstzuständen und Nervosität als Menschen in der gleichen Situation, die nicht trainierten", berichtet Dr. Christa Roth-Sackenheim vom Berufsverband Deutscher Psychiater (BVDP) in Krefeld und bezieht sich dabei auf die Untersuchung um Dr. Matthew Herring von der Universität of Georgia, die im Fachmagazin „Archives of Internal Medcine" veröffentlicht wurde. „Die meisten Vorteile brachten Sporteinheiten, die für mindestens 30 Minuten am Stück über einen Zeitraum von drei bis zwölf Wochen durchgeführt wurden. Günstig waren beispielsweise Disziplinen wie Nordic-Walking, Aerobic oder Krafttraining."

Auch andere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass chronisch Kranke von Sport profitieren, weil sich ihre kognitiven Fähigkeiten verbesserten und Beschwerden wie Erschöpfung gelindert werden konnten. Gerade auch bei Krebserkrankungen hat ein begeleitendes körperliches Training einen großen Stellenwert bei der begleitenden Therapie nach der eigentlichen Behandlung. Für manche Krebserkrankungen wie beispielsweise Brustkrebs werden inzwischen spezielle Reha-Programme angeboten. „Den Körper zu benutzen und ihn in Form zu halten ist eine gute Möglichkeit zur Krankheitsbewältigung - insofern die Erkrankung solche Maßnahmen zulässt. Betroffene lernen dadurch, ihrem Körper wieder besser zu vertrauen und ihn anstellen von unangenehm auf eine andere Art zu fühlen, nämlich als angenehm und belastbar", ergänzt die Vorsitzende des BVDP. „Auch bei vielen psychischen Erkrankungen, wie Depressionen oder Angststörungen, kann durch körperliche Aktivität insbesondere Ausdauersportarten die Problematik positiv beeinflusst werden." Die körperliche Belastung sollte allerdings mit dem Arzt abgesprochen werden und zunächst mit kleinen Schritten begonnen und langsam gesteigert werden.



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