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17.05.2010 Syphilis: Frühe Behandlung verhindert bleibende Schäden
Bei einem Teil der unbehandelten Erkrankten entwickeln sich jedoch zwei weitere Krankheitsstadien, bei denen Haut und Organe befallen werden. Sie können sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Beschwerden äußern. Dazu gehören zunächst Fieber, Müdigkeit, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen und später auch Knochenhautentzündungen oder eine Entzündung der Hirnhäute. „Jede dieser Phasen kann jedoch auch fehlen oder so unauffällig sein, dass sie übersehen wird“, meint Dr. König. Die Erkrankung lässt sich eindeutig über das Vorhandensein des Erregers Treponema pallidum aus der Flüssigkeit der Hautgeschwüre bei der ersten Krankheitsphase nachweisen. Unmittelbar nachdem die Bakterien in die Blutbahn eingedrungen sind, bildet das Immunsystem des menschlichen Organismus Antikörper gegen die Erreger, die durch verschiedene Testverfahren ebenfalls nachweisbar sind. Die Syphilis kommt weltweit vor. Seit Ende der 90er Jahre steigen die Erkrankungszahlen wieder an. In Risikogruppen und in Ballungszentren mit stärkerer Zuwanderung aus Risikogebieten kann sie bis zu 10-mal häufiger auftreten als in ländlichen Gebieten. Das Robert Koch-Institut registrierte im Jahr 2004 in Deutschlands Großstädten zwischen 10 und 19 Fälle pro 100.000 Einwohner. Frauen sind mit sieben Prozent weit weniger betroffen als Männer, von denen der Großteil der Infizierten homosexuell ist. Risikoreicher, ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern stellt den größten Risikofaktor für eine Übertragung der Syphilis dar. Die Vermeidung ungeschützter Sexualpraktiken bietet daher den besten Schutz vor einer Ansteckung. Weitere Meldungen zum Thema:
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