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15.06.2010

Schwangerschaftsdiabetes mit zweistufigem Test erkennen

Ein Test in zwei Stufen hat sich bei der Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes bewährt. Frauen, die nach diesem zweistufigen Verfahren ausgewählt wurden, profitierten von einer folgenden Behandlung. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln unter Verweis auf wissenschaftliche Studien hin. Grundprinzip der Diagnose von Gestationsdiabetes sei, dass die Schwangeren ein Glas Zuckerwasser trinken und anschließend in einer oder mehreren Blutproben der Blutzuckerspiegel bestimmt wird.

Es gebe allerdings verschiedene Varianten der Untersuchung. In den Studien absolvierten fast alle Schwangeren zuerst einen „kleinen" Belastungstest, der etwa eine Stunde dauerte, erklärt das IQWiG. Bei schätzungsweise einem Viertel der Frauen sei dabei ein erhöhter Blutzuckerwert gemessen worden. Diese Schwangeren absolvierten einen ausführlichen zweiten Zuckerbelastungstest über zwei bis drei Stunden. Bei den meisten Frauen bestätigte sich der Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes nicht. Für die anderen begann eine gezielte Behandlung, von der sie profitierten.

Die Schwangeren können dem IQWiG zufolge zum Beispiel durch eine Ernährungsumstellung oder - in besonderen Fällen - durch Insulinspritzen das Risiko für eine Verzögerung der Geburt, eine sogenannte Schulterdystokie, verringern. Die sei zwar meist folgenlos. Da dem Kind aber ein Sauerstoffmangel drohe, griffen Geburtshelfer oft zu schnellen Gegenmaßnahmen, die Mutter und Kind verletzen könnten. Auch die Zahl schwerer Kinder mit einem Gewicht von mehr als 4000 Gramm habe sich bei den Studienteilnehmerinnen etwa halbiert.


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