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25.06.2010

Alkoholkonsum gefährdet die Brust von jungen Frauen

Trinken junge Frauen regelmäßig Alkohol, erhöhen sie damit ihr Risiko für gutartige Brusterkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-amerikanische Studie um Catherine S. Berkey, die im Fachmagazin „Pediatrics" veröffentlicht wurde. „Mit jedem Drink pro Tag, den junge Frauen konsumiert hatten, steigerte sich das Risiko für eine gutartige Erkrankung der Brust um 50 Prozent", berichtet Dr. Klaus König, Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Damit ist regelmäßiger Alkoholkonsum offenbar sowohl für gut- als auch für bösartige Brusterkrankungen ein Risikofaktor, der jedoch durch den persönlichen Lebensstil beeinflussbar ist."

Die Daten der Untersuchung entstammten der amerikanischen „Growing Up Today Study". In dieser Untersuchung wurden unter anderem jungen Frauen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren zu ihren Trinkgewohnheiten in den vergangenen 12 Monaten befragt. In weiteren Befragungen, die zwei und vier Jahre später durchgeführt wurden, gaben die Studienteilnehmerinnen Auskunft über die Diagnose von Erkrankungen ihrer Brust. Sie waren zu diesem Zeitpunkt zwischen 18 und 27 Jahre alt. Von den 6899 Teilnehmerinnen berichteten 147 Frauen, dass bei ihnen in der Vergangenheit eine gutartige Erkrankung der Brust diagnostiziert wurde.

Die Auswertung ergab, dass diejenigen Frauen, die sechs bis siebenmal pro Woche Alkohol zu sich nahmen, ein 5,5fach höheres Risiko für gutartige Erkrankungen gegenüber jenen Frauen hatten, die keinen oder weniger als einmal pro Woche Alkohol tranken. Jedes Getränk pro Tag erhöhte das Risiko um den Faktor 1,5.

„Warum der Konsum von Alkohol zu diesen negativen Folgen führen kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Es wird vermutet, dass Alkohol den Östrogenspiegel im Blut erhöht und dadurch das Wachstum von Brustgewebe gefördert wird. Tritt gleichzeitig Folsäuremangel auf, verstärkt dies den negativen Einfluss von Alkohol auf das Brustgewebe noch", erklärt Dr. König. Auch manche gutartigen Brusterkrankungen, wie beispielsweise bestimmte Formen der Mastopathie, bei der es zu Umbauprozessen in der Brustdrüse kommt, gehen mit einem höheren Risiko für bösartige Entartungen der Brustdrüse einher.



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