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27.04.2010 Humane Papillomviren verursachen Anstieg an Speiseröhrentumoren
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Über einen starken Anstieg von bestimmten Tumoren, den sogenannten Plattenepithelkarzinomen der Speiseröhre, berichten Ärzte im Fachmagazin "British Medical Journal". Diese Art der Speiseröhrentumore hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in den Industrieländern stark verbreitet. Nach langjähriger Stagnation stieg die Zahl der Fälle in den USA von 1999 bis 2006 um 22 Prozent. In Großbritannien wurden Tumore des Mund- und Rachenraums von 1989 bis 2006 um 51 Prozent häufiger diagnostiziert. Hinter der Zunahme stecken vermutlich Humane Papillomviren (HPV), die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden und unter anderem für die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Unter den Viren sind einige Typen - sogenannte Hochriskotypen - die Krebs auslösen können. HP-Viren werden inzwischen in 60 bis 80 Prozent der Gewebeproben nachgewiesen. Im vorigen Jahrzehnt lag der Anteil noch bei 40 Prozent. Das HPV-assoziierte Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre hat eine bessere Prognose als Tumoren, die nicht durch die Viren verursacht werden. Inwieweit die Impfung gegen HPV einen Beitrag zur Verringerung dieser Krebserkrankungen leisten kann ist noch unklar, aber zu erwarten.


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