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13.04.2010 Höhere Sterblichkeit bei Frauen mit Hepatitis B Infektion - Impfung empfohlen
Infektion kann neben Leberkrebs andere Krebserkrankungen begünstigenIn die Studie gingen die Daten von über zwei Millionen Frauen ein, die zwischen 1986 und 2000 im Rahmen ihrer Schwangerschaft auf eine Hepatitis B-Infektion getestet wurden. In der Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich rund 11 Jahren verstarben 14.524 der Studienteilnehmerinnen. „Gegenüber ihren Altersgenossinnen hatten Frauen, bei denen ein Hepatitis B-Antigen (HBsAg) gefunden wurde, ein fast 25 Prozent höheres Sterberisiko. Dieses Antigen wird in der Diagnostik verwendet, um eine aktive Hepatitis B-Erkrankung festzustellen", erklärt der Experte für Infektionskrankheiten. „Die erhöhte Rate an Todesfällen wurde auf Lebererkrankungen zurückgeführt, die als Spätfolgen für eine Hepatitis B-Infektion bekannt sind sowie eben auch auf Erkrankungen, bei denen die Leber nicht beteiligt war", führt der niedergelassene Frauenarzt aus Bielefeld aus. Während sich in der Vergangenheit viele Studien mit Sterberaten durch Leberzirrhose und Leberkrebs beschäftigt haben, berücksichtigte diese Studie auch andere Folgeerkrankungen, die auf eine chronische Hepatitis B-Infektion zurückzuführen sind. „Durch eine Immunisierung könnten demnach nicht nur schwerwiegende Lebererkrankungen sondern auch verschiedene andere Erkrankungen verhindert werden, die bei Frauen zu einem vorzeitigen Tode führen", ergänzt Dr. Wojcinski. Sowohl bei der Hepatitis-B-Impfung als auch bei der Kombinationsimpfung mit Hepatitis A sind 3 Impfungen erforderlich, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen. Die 2. Impfung erfolgt 4 Wochen nach der ersten, die 3. dann nach weiteren 6-12 Monaten. Zwei Wochen nach der 3. Impfung ist der vollständige Impfschutz für 10 Jahre aufgebaut. Danach sollte die Impfung aufgefrischt werden. Die Impfung ist übrigens für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr kostenfrei. Man schätzt, dass in Deutschland etwa 500 000 Menschen mit Hepatitis B infiziert sind, von denen viele gar nicht wissen, dass sie das Hepatitis B-Virus in sich tragen. Nur bei einem Teil der Patienten mit akuter Hepatitis kommt es zu den typischen Krankheitssymptomen wie einer Gelbfärbung der Haut und der Bindehaut der Augen, hellem Stuhlgang und dunklem Urin. Die Erkrankung kann chronisch werden und dann einen schweren Verlauf nehmen. „Die chronische Hepatitis entwickelt sich oft schleichend und die Beschwerden sind meist lange Zeit uncharakteristisch wie Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Übelkeit. Erst spät kommen Symptome hinzu, die an eine Lebererkrankung denken lassen, wie Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens oder Gelbsucht", ergänzt der Impfexperte. Die Erkrankung sollte grundsätzlich so früh wie möglich behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Weitere Meldungen zum Thema:
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