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08.04.2010

Junge Migranten an Informationen zu Sexualität interessiert

Jugendliche Migranten haben ein großes Interesse an Informationen zu Sexualität. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Über die Hälfte der 14- bis 17-Jährigen möchte demnach mehr über Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten wissen. 47 Prozent äußern Bedarf an Informationen über die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung. Informationen in deutscher Sprache werden dabei eindeutig bevorzugt: 62 Prozent der Jugendlichen wollen Sexualaufklärung „lieber auf Deutsch".

Nur acht Prozent der Jugendlichen würden gerne in der Sprache ihres Herkunftslandes oder des Herkunftslandes ihrer Familie angesprochen werden. In Deutschland hat bereits jeder dritte Jugendliche einen Migrationshintergrund. Dabei handelt es aber nicht um eine einheitliche Gruppe. Der Studie zufolge hängt die Einstellung der Jugendlichen jeweils davon ab, aus welchem Milieu sie kommen. 70 Prozent seien modern eingestellt, „ein sehr hoher Wert", sagte eine Sprecherin.

Befragt wurden 289 Mädchen und 319 Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Gut die Hälfte davon ist in Deutschland geboren, 58 Prozent besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. 83 Prozent gehören einer Glaubensgemeinschaft an: Die Katholiken - unter anderem Italiener und Spanier - stehen an der Spitze mit 31 Prozent, gefolgt von den Muslimen (28 Prozent).



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