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05.04.2010

Sanfte Intimhygiene beugt bei Frauen Infektionen vor

Frauen und jungen Mädchen sollten eine möglichst schonende Intimpflege betreiben, um Infektionen vorzubeugen. Für sie gilt die Regel: Weniger ist im Genitalbereich mehr. „Übertriebene Intimhygiene ist meist daran beteiligt, dass das natürliche Scheidenmilieu und damit seine Schutzfunktion beeinträchtigt wird. Viele Frauen, die wiederholt unter Beschwerden und Infektionen der Vagina leiden, waschen sich mit zu aggressiven Substanzen oder benutzen ungünstige Pflegeprodukte", erklärt Dr. Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). Die Schleimhaut des Intimbereichs ist im gesunden Zustand mit einem Schutzmantel unzähliger Mikroorganismen, der Vaginalflora, bedeckt. Darunter sind auch Milchsäurebakterien, welche den Säuregrad der Scheide bestimmen und damit den natürlichen Abwehrmechanismus im Kampf gegen Infektionen aufrechterhalten. „Um den pH-Wert der Scheide und die Zusammensetzung der gesunden Vaginalflora nicht zu gefährden, sollten Pflegeprodukte im Bereich der kleinen Schamlippen gar nicht, und ansonsten nur sparsam verwendet werden. Diese sollten frei von Seife, Parfum und Alkohol sein und den natürlichen pH-Wert des äußeren Intimbereichs erhalten. In der Regel genügt sogar klares, lauwarmes Wasser zur Reinigung. Auf Scheidenspülungen sollte gänzlich verzichtet werden."

Nur wenn beide Geschlechtspartner ihren Intimbereich richtig pflegen, lassen sich Scheidenentzündungen und -infektionen bei Frauen vermeiden. „Neben einer sanften Intimhygiene bei Frauen, sollten Männer ihren Penis vor dem Geschlechtsverkehr waschen und von möglichen Erregern befreien, die bei Frauen Beschwerden hervorrufen können", erklärt Dr. Christian Albring, „Dazu sollten Männer ihre Vorhaut zurückstreifen und sich täglich mit Wasser und einer milden Seife waschen." Diese Maßnahme verhindert eine bakterielle Besiedlung des Penis, die bei Frauen zu mikrobiologischen Störungen und Entzündungen führen kann.

Scheidenentzündungen und -infektionen, wie beispielsweise eine bakterielle Vaginose oder eine Candida-Besiedlung, gehören zu den häufigsten Erkrankungen der äußeren, weiblichen Geschlechtsorgane. Fast jede Frau leidet einmal im Leben an einer Scheidenentzündung. Frauen, die Beschwerden wie Rötungen, Jucken, Brennen oder einen veränderten Ausfluss haben, sollten unbedingt einen Frauenarzt aufsuchen, damit dieser die genaue Ursache klären und behandeln kann.



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