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09.04.2010 Frisch Verliebte sind zu über 60 Prozent mit Humanen Papillomviren infiziert
Im Rahmen der Studie untersuchten die kanadischen Wissenschaftler 263 Pärchen, die nicht länger als ein halbes Jahr zusammen waren. Die weiblichen Studentinnen waren zwischen 18 und 24 Jahre alt, die Männer mindestens 18 Jahre. Mit Hilfe von Fragebögen gaben die Teilnehmer Auskünfte zu ihrem Sexualverhalten. Auch stellten sie den Wissenschaftlern Zellproben aus der Vagina, dem Penis und von den Hoden zur Verfügung, damit diese auf das Vorhandensein von 36 HP-Viren-Typen getestet werden konnten. Im Mittel hatten die Paare über die Dauer von 3,9 Monaten vaginalen Geschlechtsverkehr. HP-Viren wurden bei 64 Prozent der 263 jungen Pärchen nachgewiesen. In 41 Prozent der Fälle, wiesen beide Partner den gleichen HP-Virus-Typen auf. „Das ist fast viermal häufiger als es statistisch zu erwarten wäre und legt die Vermutung einer gegenseitigen Infektion mit den Viren nahe", so Dr. Albring. „Eine wechselseitige Infektion wird auch durch die Beobachtung gestützt, dass die Infektionsraten mit der Dauer der sexuellen Beziehung zunahmen. So waren in den ersten zwei Monaten einer Beziehung 25 Prozent der Paare infiziert. Diese Infektionsrate stieg nach fünf bis sechs Monaten dann bis auf 68 Prozent." Um Infektionen mit HP-Viren vorzubeugen, bieten Kondome nur einen Teilschutz. Frauen und Mädchen können sich mit einer Impfung gegen krebsauslösende Viren-Typen schützen. Diese sollte am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Für Jungen und Männer wird die Impfung derzeit noch nicht empfohlen. „Weil männliche Sexualpartner offensichtlich Teil der Infektionskette sind, würden wir eine Erweiterung der Impfempfehlung auch für Jungen und Männer begrüßen", so der Präsident des BVF. „Sie erkranken zwar seltener an HPV-bedingten Karzinomen, würden ihre Sexualpartnerinnen jedoch zugleich vor folgenschweren Infektionen bewahren." Weitere Meldungen zum Thema:
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