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24.02.2010

Patientenleitlinie zu Brustkrebs wird vorgestellt

Auf dem Deutschen Krebskongress vom 24. bis 27. Februar 2010 in Berlin wird die erste nationale Patientenleitlinie zum Thema Brustkrebs vorgestellt - ein Meilenstein für die Information betroffener Frauen. Die Patientenleitlinie behandelt die Ersterkrankung an Brustkrebs und DCIS (duktales Karzinom in situ, englisch: ductal carcinoma in situ), einer Sonderform des Brustkrebses. Der Ratgeber entstand auf Basis der interdisziplinären Stufe-3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms und übersetzt die medizinisch-wissenschaftlichen Behandlungsempfehlungen in eine für Laien  verständliche Sprache. Sie bringt betroffene Frauen in allgemeinverständlicher Form auf denaktuellen medizinischen Stand.

Leitlinie stärkt die Patientenkompetenz

„Mit der Patientenleitlinie zur Ersterkrankung an Brustkrebs erhalten betroffene Frauen einen fachlich fundierten Begleiter, der ihnen nach der Diagnosestellung hilft, die medizinischen Hintergründe zu verstehen", sagt Professor Dr. Rolf Kreienberg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie (DGGG) und Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm. Die Leitlinie informiert über Behandlungsmöglichkeiten und Beratungsangebote und bietet Ratschläge für mögliche Probleme in Familie, Partnerschaft und am Arbeitsplatz sowie für eine gesunde Lebensführung. Die Leitlinie stärkt die Patientenkompetenz und will dazu beitragen, die Kommunikation zwischen der an Brustkrebs erkrankten Frau und den behandelnden Ärzten zu verbessern. „Die Patientinnen werden durch die Leitlinie erheblich im Gespräch mit ihren Ärzten unterstützt. Sie erfahren, was sie ihre Ärzte fragen müssen", erklärt DGGG-Präsident Professor Rolf Kreienberg, federführender Autor der Leitlinie.  Jährlich erkranken rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. Die Diagnose ist für die  Patientinnen, die Angehörigen und Freunde ein Schock. Je nach Größe des Tumors und dem Krankheitsstadium können Operationen, eine Chemo-, eine Hormon- und Antikörpertherapie und/oder Bestrahlungen erforderlich sein. „Die wichtigste Botschaft in dieser Situation: Lass dir Zeit, Brustkrebs ist kein Notfall!" sagt Hilde Schulte, von 1999 bis August 2009 Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. Betroffene sollten sich genügend Zeit nehmen, Informationen einzuholen - seriöse  Informationen, die im Einklang mit den wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen stehen.

Die Patientenleitlinie Brustkrebs ist Bestandteil des „Leitlinienprogramms Onkologie" der Deutschen Krebsgesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und der Deutschen Krebshilfe. Sie entstand mit Unterstützung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (G. Ollenschläger). An der Erstellung waren Vertreter von allen relevanten medizinischen Fachgesellschaften und Vertreter von Selbsthilfeorganisationen beteiligt. Die Leitlinie bietet auf ihrem Themengebiet die derzeit umfangreichste und aktuellste Zusammenstellung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse.

 



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