Frauenärzte im Netz

Aktuelle Meldungen


17.02.2010

Osteoporose: Vitamin D und Kalzium als Nahrungsergänzung wichtig

Stürze bei älteren Menschen haben häufig Knochenbrüche zur Folge, die nur langsam heilen. Oftmals erholen sich die Betroffenen nicht mehr vollständig von der Verletzung und ihre Beweglichkeit bleibt dauerhaft eingeschränkt. Eine rechtzeitige Messung der Knochendichte und wenn nötig eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D und Kalzium stärkt die Knochen und kann damit die Gefahr eines Bruches verringern. Eine aktuelle dänische Studie zeigt, dass das Risiko eines Hüftbruches um 16% gesenkt werden kann. Mit alleiniger Gabe von Vitamin D wird dieser Effekt jedoch nicht erreicht. Er bezieht sich dabei auf eine Übersichtsarbeit von Forschern um Bo Abramsen von der Universitätsklinik in Kopenhagen. Die Studie ist im Fachmagazin British Medical Journal erschienen.

Die Forscher untersuchten 7 Studien mit insgesamt über 68 000 Teilnehmern zur Wirkung von Vitamin D beziehungsweise Kalzium auf das Risiko von Knochenbrüchen. Die tägliche Gabe von 10 µg Vitamin D zusammen mit Kalzium bewirkte durchschnittlich eine Verringerung des Risikos von Frakturen um 8%. Am deutlichsten fiel der Effekt bei Hüftbrüchen mit einer Senkung des Risikos um 16% aus. Die Einnahme von 10 oder 20 µg Vitamin D ohne Kalzium zeigte hingegen keinerlei Wirkung.

Die Häufigkeit von Knochenbrüchen in den Studien sowie der Effekt einer Behandlung mit Vitamin D und Kalzium sind relativ niedrig. Daher müssen weitere Untersuchungen zeigen, ob bei älteren Menschen eine generelle Prophylaxe mit einer Nahrungsergänzung durch Vitamin D und Kalzium hilfreich ist. Bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche, wie zum Beispiel Personen mit einer Gangunsicherheit, ist eine tägliche Gabe von mindestens 10 µg Vitamin D kombiniert mit 1000 mg Kalzium sowie die Ergänzung mit Bisphosphonaten und anderen Medikamenten gegen Osteoporose sinnvoll.



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Schwangere Frauen gesucht

Die Uni Erfurt und das Robert-Koch-Institut führen eine Studie zu Gesundheitsentscheidungen durch uns suchen Teilnehmerinnen.

zum Artikel...

Bei Zweifel an Brustimplantaten an Operateur werden

Erste Anlaufstelle beim Verdacht auf minderwertige Brustimplantate des Hersteller Poly Implant Prothèse PIP ist der Arzt, der die Implantate eingesetzt hat.

zum Artikel...

Vorsorgeuntersuchungen und Krebsfrüherkennung

Obwohl alle Kranken- versicherten Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben, wird dieses Angebot in Deutschland erstaunlich wenig wahrgenommen. Dabei sind heute viele Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose heilbar.

zum Artikel...

Forum beantwortet Fragen zur HPV-Impfung

Eltern und Jugendliche können im Internet persönliche Fragen zur HPV-Impfung und auch zum Impfen im Allgemeinen an Experten richten: www.impfenimdialog.de/

zum Artikel...

Schwanger ab 35

Je später eine Schwanger- schaft geplant wird, desto wichtiger ist die körperliche Gesundheit der Frauen und ihr Lebensstil.

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...

zum Artikel...

Kosmetische & ästhetische Korrekturen

Viele Frauen möchten sich operativ verändern. Zu bedenken ist, dass kosmetische Eingriffe an einem gesunden Körper durchgeführt werden, ihn unwiederbringlich verändern
und Risiken bergen.

zum Artikel...

Sexualität - Das erste Mal

Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...

Waren Sie 2012 schon bei Ihrem Frauenarzt?

Die jährliche Krebsfrüh- erkennung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Der beste Termin für den Abstrich am Gebärmutterhals ist die Zyklusmitte.

zum Artikel...