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10.03.2010 Essstörungen nehmen unter Frauen und Mädchen zu
Die meisten Erkrankten waren laut Statistik im Jahr 2008 unter 30 Jahre alt. In dieser Altersgruppe ließen sich 1134 Menschen behandeln, über 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch deutlicher ist die Steigerung bei den älteren Patienten: Hier nahm die Zahl von 2007 auf 2008 um mehr als die Hälfte zu, auf insgesamt 357 Behandelte. Der Anteil derer, die an Magersucht erkrankten, stieg seit 2000 um 27 Prozent. Im Jahr 2008 war die Zahl der Magersüchtigen mit 776 rund zweieinhalb mal so hoch wie die derjenigen, die unter Ess-Brechsucht litten (298). Dass 63 Prozent der 13- bis 14-Jährigen sagen, sie würden gerne besser aussehen, sei Besorgnis erregend, sagte Stolz. „Wir müssen Essstörungen möglichst frühzeitig erkennen und gegensteuern." Auch Vorbeugung sei wichtig. Eine gesunde Lebensweise helfe nicht nur, Krankheiten zu verhindern, sie fördere auch das körperliche und seelische Wohlbefinden jedes Einzelnen. Eindeutige Antworten darauf, warum Mädchen soviel stärker betroffen sind als Jungen, gibt es nicht. Dafür sei die Krankheit zu komplex. Vermutungen gingen jedoch in die Richtung, dass das ausgeprägtere Körperbewusstsein von Mädchen dazu beitrage oder aber ein geringeres Selbstwertgefühl. Weitere Meldungen zum Thema:
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