Frauenärzte im Netz

Mitglied der Ärzte im Netz

Aktuelle Meldungen


08.02.2010

Harndrang bei Blasenentzündung nachgeben

Plötzlich auftretender, häufiger Harndrang bei geringer Urinmenge und Brennen beim Wasserlassen sind typische Anzeichen für eine bakterielle Entzündung der Blase. Die Symptome setzen meist abrupt ein, oft kurz nach einer Unterkühlung. Auch Blut im Urin oder eitriger Ausfluss sind Alarmsignale. „Der Harndrang ist dann oft stark bis schmerzhaft und Betroffene sollten ihm zeitig nachgeben und die Blase entleeren. In einer gefüllten Blase können sich Krankheitserreger leichter vermehren und festsetzen. Ebenso wichtig ist es, viel Flüssigkeit zu trinken, damit die Bakterien aus der Blase gespült werden und sich dort nicht anreichern", rät der Vizepräsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), Dr. Klaus König. „Ausreichende Trinkmengen tragen auch dazu bei, dass der Urin verdünnt wird und die Harnwege nicht zusätzlich gereizt werden. Der Harn ist dann weit weniger sauer und brennt auch entsprechend weniger." Günstig sind mindestens drei bis vier Liter Flüssigkeit am Tag, so dass der Urin kaum noch eingefärbt und fast wasserklar ist. Um die Harnmenge zu steigern, kann es auch hilfreich sein, Blasentees zu trinken, die harntreibend wirken.

Treten zusätzlich Blasenkrämpfe auf, kann es beim Wasserlassen dennoch zu Restharn in der Blase kommen. „Gegen Blasenkrämpfe hilft häufig eine Wärmflasche. Sollte diese nicht ausreichen, können nach Rücksprache mit dem Arzt auch Schmerzmittel oder entkrampfende Medikamente eingenommen werden. Die Entzündung selbst kann mit Antibiotika behandelt werden", erklärt der niedergelassene Frauenarzt aus Steinbach im Taunus. Können trotz reichlicher Flüssigkeitszufuhr und Entkrampfung ständig nur sehr kleine Urinmengen abgegeben werden, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden, um abzuklären, wodurch der Harnwegsverschluss zustande kommt.

Eine Blasenentzündung ist normalerweise gut behandelbar und in der Regel lästig aber harmlos. Sie wird durch Bakterien ausgelöst, die meist aus dem Darm stammen und durch die Harnröhre in die Blase gelangen. „Keinesfalls sollte eine Blasenentzündung jedoch verschleppt werden, denn die Infektion kann in die Nieren aufsteigen und eine gefährliche Nierenbeckenentzündung hervorrufen", warnt der Gynäkologe. Kehrt eine Blasenentzündung immer wieder, kann eine Langzeittherapie mit Antibiotika Abhilfe schaffen. Die Betroffenen Frauen müssen dann über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen Medikamente einnehmen.

Blasenentzündungen sind ein typisches Frauenproblem, da die Harnröhre kürzer als bei Männern ist und die Erreger rascher in die Blase gelangen. Zwei von drei Frauen haben einmal im Leben eine Blasenentzündung.



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Masern-, Grippe-, Keuchhusten-Impfung: Neue Impfempfehlungen der STIKO!

Die Ständige Impf- kommission (STIKO) hat neue Impf- empfehlungen an die aktuelle Infektionssituation angepasst.

zum Artikel...

Tipps zum Reisen in der Schwangerschaft

Urlaub unter Umständen: Welcher Zeitraum ist am besten geeignet, welche Reiseziele und Verkehrsmittel bieten sich an und was sollte unbedingt bedacht werden?

zum Artikel...

Tipps für die Intimrasur

Einige Dinge sollten bei der Intimrasur beachtet werden, um das Risiko von Verletzungen und Hautreizungen zu verringern.

zum Artikel...

Schwanger ab 35

Je später eine Schwanger- schaft geplant wird, desto wichtiger ist die körperliche Gesundheit der Frauen und ihr Lebensstil.

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...

zum Artikel...

Infos zum Stillen

Obwohl die Natur das Stillen vorgesehen hat, ist das Gelingen keineswegs selbstverständlich. Hier finden Mütter zahlreiche Tipps und Ratgschläge rund um das Thema.

zum Artikel...

Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals

Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?

zum Artikel...

Sexualität - Das erste Mal

Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...

Ärzte im Netz twittert

Verfolgen Sie alle aktuellen News von Ärzte im Netz auf Twitter...

zum Artikel...