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27.01.2010

Verhaltenstherapie kann bei Problemen vor Monatsblutung helfen

Eine kognitive Verhaltenstherapie kann Frauen bei Beschwerden vor Beginn der Monatsblutung (PMS) helfen. Es gibt in Studien Hinweise darauf, dass eine solche Therapie depressive Verstimmungen und Ängste lindern kann, teilt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) in Köln mit. Allerdings helfe die kognitive Verhaltenstherapie erst nach etwas mehr als einem Monat bei den Beschwerden, die als prämenstruelles Syndrom (PMS) bezeichnet werden.

Wissenschaftler aus den USA und Kanada hatten verschiedene Studien analysiert, in denen psychologische Verfahren zur Behandlung des PMS untersucht wurden. Fünf Studien mit mehr als 150 Teilnehmern setzten dabei die kognitive Verhaltenstherapie ein. Ziel dieser Therapie ist es, Wege zu finden, mit denen sich der Alltag wieder besser bewältigen lässt. Sie wird laut IQWIG häufig bei Depressionen und Angststörungen eingesetzt.

Eine Studie mit mehr als 100 Teilnehmerinnen verglich eine Verhaltenstherapie mit Antidepressiva. Die Medikamente konnten die Depression zwar besser lindern als die Therapie, erläutert das IQWIG. Die Wirkung habe aber nach dem Ende der Behandlung nicht angehalten. Den Nutzen, den manche Frauen von der Therapie hatten, sei dagegen noch mehr als zwölf Monate bestehen geblieben.

Unter dem Begriff PMS werden körperliche und psychische Beschwerden zusammengefasst, die etwa eine Woche bis zehn Tage vor Einsetzen der Menstruation auftreten. Dazu gehören Spannungsgefühle in den Brüsten, Unterleibs- und Kopfschmerzen, aber auch Stimmungsschwankungen. Etwa 75 Prozent der Frauen haben laut IQWIG gelegentlich mehr oder weniger starke Beschwerden. 5 Prozent leiden regelmäßig unter dem PMS.



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