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12.02.2010

Einseitige Diäten und Untergewicht bei jungen Frauen fördert Osteoporose im Alter

Kochen/OberschenkelUntergewicht und Essstörungen bei Mädchen und jungen Frauen können in höherem Alter das Risiko für Osteoporose steigern. Der Körper baut normalerweise bis etwa zum Alter von 30 Jahren Knochenmasse auf. Danach beginnt bereits der Abbau von Knochensubstanz zu überwiegen. „Während der Aufbauphase ist es daher besonders wichtig, ausreichende Mengen an Calcium zu sich zu nehmen und sich viel zu bewegen, um den Aufbau der Knochensubstanz zu fördern. Gerade Mädchen und junge Frauen sollten nicht auf Käse, Joghurt oder andere Milchprodukte verzichten, wenn sie sich kalorienbewusst ernähren wollen", erklärt Dr. Klaus König, Vize-Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Fettarme und magere Molkerei-Produkte haben übrigens den gleichen Calcium-Gehalt wie Vollmilch-Produkte."

Problematisch ist auch, dass durch Diäten, einseitige Ernährung und Mangelernährung im Körper Substanzen freigesetzt werden, die zu einer Übersäuerung des Organismus führen. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, greift der Körper dann auf den größten Calcium-Speicher im Körper, die Knochen, zurück. „Mangelernährung in jungen Jahren kann also dazu führen, dass die maximale Knochendichte, die etwa mit 30 Jahren erreicht wird, dann deutlich niedriger ausfällt als bei Frauen, die sich ausgewogen ernähren. Durch den stetigen natürlichen Knochenmasse-Verlust im Laufe der Jahre wird die kritische Schwelle, bei der die Knochen instabil werden, dann früher erreicht", ergänzt Dr. König. Chronisches Untergewicht kann außerdem zu dauerhaft verminderten Östrogenspiegeln führen. Auch dies nimmt einen negativen Einfluss auf die Knochendichte und erhöht das Risiko für Osteoporose.  

Eine weitere Vorraussetzung für einen gesunden Knochenaufbau ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Dieses Vitamin braucht der Körper einerseits für die Calcium-Aufnahme aus Nahrungsquellen und andererseits für die Einlagerung in die Knochen. „Bei ausreichender UV-Bestrahlung kann Vitamin D vom Körper selbst gebildet werden. Dreimal in der Woche für jeweils 20 Minuten Tageslicht tanken, reicht bei einem gesunden Menschen schon aus, um den Vitamin-D-Stoffwechsel zu gewährleisten. Daher sollten auch im Winter bei Sonne regelmäßig Spaziergänge an der frischen Luft gemacht werden", empfiehlt der niedergelassene Gynäkologe.



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