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25.12.2009

Sorglosigkeit bei HIV-Ansteckung nimmt zu - Wie kann man sich beim Sex schützen?

Bunte KondomeDa eine Behandlung mit antiviralen Medikamenten die Lebenserwartung HIV-Infizierter zum Teil erheblich verlängert, hat HIV jedoch für viele Menschen seinen Schrecken verloren. Die damit verbundene Sorglosigkeit hat dazu geführt, dass sich immer weniger Menschen in Risikosituationen vor einer Ansteckung schützen. Die Ansteckungsrate steigt aus diesem Grund seit einigen Jahren in Mitteleuropa wieder an.

Bislang ist eine Infektion mit dem HI-Virus nicht heilbar. Impfstoffe, mit denen man einer Ansteckung vorbeugen kann, gibt es ebenfalls nicht. Der beste Schutz vor einer Ansteckung ist natürlich sexuelle Enthaltsamkeit. So ist das Ansteckungsrisiko junger Menschen umso geringer, je später sie sexuell aktiv werden. Allerdings haben Initiativen in den USA und anderen Ländern, Heranwachsende zur Enthaltsamkeit aufzufordern, wenig Erfolg zu verzeichnen. Eltern sollten daher offen mit Jugendlichen über sexuell übertragbare Krankheiten und die Möglichkeiten sprechen, sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Die Auswertung einer Vielzahl von internationalen Studien hat ergeben, dass die Bedenken gegen eine frühe Aufklärung Jugendlicher unbegründet sind und offene Gespräche keinen negativen Einfluss auf Jugendliche haben: Sie werden aufgrund der Gespräche weder früher sexuell aktiv, noch wechseln sie häufiger die Partner. Darüber hinaus kann jeder sein persönliches Ansteckungsrisiko senken, indem er  die Zahl seiner Sexualpartner möglichst klein hält - vorausgesetzt auch der Partner bleibt treu.

Schutz vor Ansteckung mit dem HI-Virus beim Geschlechtsverkehr ist nur durch den richtigen Gebrauch von Kondomen - durch Safer Sex - möglich. Safer Sex ist die einzig wirksame Methode, um beim Sex eine Infektion mit dem HI-Virus zu vermeiden. Safer Sex bedeutet, sich so zu verhalten, dass die eigene Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit, Blut oder Blutspuren nicht in den Körper der Partnerin oder des Partners gelangen und dass umgekehrt solche Körperflüssigkeiten nicht in den eigenen Körper übertragen werden (www.gib-aids-keine-chance.de). Nur Kondome können einen Kontakt mit den Körperflüssigkeiten des Partners verhindern. Neben dem Kondom für Männer gibt es inzwischen auch ein Femidom, das in 2 verschiedenen Ausführungen in Apotheken erhältlich ist. Eine Version des Frauenkondoms besteht aus der Kombination eines Latex-Beutels mit einem Schwamm, der mit einer elastischen äußeren V-förmigen Fassung verbunden ist. Bei dem anderen Modell handelt es sich um einen reißfesten Polyurethanbeutel, der durch 2 Ringe stabilisiert wird. Sie schützen nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft sondern auch vor Ansteckung mit dem HI-Virus und anderen Erregern, die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Neben dieser Grundregel gibt es unter www.lovelife.ch weitere Detailinformationen über die Risiken bei den unterschiedlichen Sexualpraktiken und deren Vermeidung. Unter www.iwwit.de können Interessierte ihr Wissen rund um Safer Sex testen. Wer nach einem riskanten Sexualverhalten abklären will, ob ein HIV-Test sinnvoll wäre, findet unter www.check-your-lovelife.ch einen Risikocheck. Weitere Informationen - auch für Infizierte - finden sich unter www.hiv-info.de.



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