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17.12.2009

Jeder vierte Jugendliche hatte schon ungeschützten Sex

Laut einer Befragung verhütet jeder vierte Jugendliche auch mal nicht, wenn er mit einem Partner schläft. An der Befragung der Firma iconkids & youth haben insgesamt 1.228 Mädchen und Jungen zwischen 11 und 17 Jahren teilgenommen. Rund jeder zehnte Jugendliche (11%) gab an, er habe bei seinem „Ersten Mal" nicht verhütet. Als Gründe nannten die Betroffenen: „Wir haben nicht an Verhütung gedacht" und „Wir hatten keine Verhütungsmittel dabei".

Im Alter von 16 Jahren hat fast jeder zweite Jugendliche (48%) bereits Sex gehabt, bei den 17-Jährigen sind es 64%. Viele Jugendliche fühlen sich inzwischen zwar besser aufgeklärt als frühere Jahrgänge: So sagen mehr als 80% der 16- bis 17- Jährigen, sie wüssten „sehr gut" oder „eher gut" über Sexualität Bescheid. Vor drei Jahren lagen die Werte noch bei 67 beziehungsweise 72%. Dennoch haben viele Teenagern immer noch Wissenslücken, wenn es um Verhütung geht: So denkt zum Beispiel ein Viertel (26%) der Jugendlichen, die „Pille danach" sei ein normales Verhütungsmittel. Und jeder Fünfte (21%) hält „Aufpassen" für sicher und glaubt fälschlicherweise, es reiche zum Verhüten aus, den Penis kurz vor dem Samenerguss aus der Scheide zu ziehen.

Die „Pille danach" sollte eine absolute Ausnahme sein
Bei der so genannten „Pille danach" handelt es sich um ein Notfallverhütungsmittel. Diese Pille kann ausnahmsweise hilfreich sein, wenn es an fruchtbaren Tagen zu ungeschütztem Sex gekommen ist oder wenn eine Verhütungsmethode versagt hat, beispielsweise ein Kondom gerissen ist. Das Präparat enthält das Gestagen Levonorgestrel in hoher Dosierung und eignet sich daher keineswegs als „normale" Verhütungsmethode. Sie sollte - je früher desto besser - innerhalb von zwölf Stunden nach der Verhütungspanne eingenommen werden, jedoch nicht später als nach 72 Stunden. Hat sich bereits ein befruchtetes Ei eingenistet, ist das Mittel nutzlos. Nach der Einnahme ist mit Nebenwirkungen zu rechnen wie Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit und Schwindel. In Deutschland gibt es die Pille danach derzeit nur auf Rezept.



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