Frauenärzte im Netz

Aktuelle Meldungen


19.10.2009

Bei Antibiotika-Einnahme sanfte Intimhygiene wichtig

Mit Beginn der nasskalten Jahreszeit häufen sich wieder Erkrankungen der oberen Atemwege. Machen bakterielle Infektionen bei Frauen eine Antibiotika-Therapie notwendig, sollten sie verstärkt darauf achten, keine Seifen bei der Intimpflege zu verwenden. Denn dies belastet die normalen Bakterien der Vaginalflora zusätzlich und leistet Scheideninfektionen Vorschub. „Antibiotika greifen sämtliche empfindlichen Bakterien im Körper an und reduzieren daher auch die gesunden Milchsäure-Bakterien auf den Schleimhäuten der Scheide. Diese sind in ausreichend hoher Anzahl der maßgebliche Abwehrschutz gegen krankmachende Erreger", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) in München. „Für die Intimpflege reicht normalerweise Wasser, da die Schleimhäute der Vagina über einen Selbstreinigungseffekt verfügen." Auch Schaumbäder, Scheidenspülungen und alkoholhaltige Parfüms sind während einer Antibiotika-Therapie ungünstig. Auch empfiehlt es sich, während dieser Zeit auf süße Nahrungsmittel zu verzichten beziehungsweise deren Verzehr einzuschränken, um keinen Nährboden für eine Besiedlung mit Hefepilzen (Scheidenpilz) zu schaffen.

Haben Frauen bereits die Erfahrung gemacht, dass sie unter Einnahme von Antibiotika zu Scheideninfektionen neigen, können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. „Nach ärztlicher Verordnung können Milchsäure-Bakterien in Form von Zäpfchen oder Kapseln angewendet werden, um die gesunde bakterielle Scheidenflora zu unterstützen und einer Besiedelung mit anderen Keimen entgegenzuwirken", rät Dr. Albring. Leiden Frauen bereits unter Beschwerden wie Jucken, Brennen oder vermehrtem Ausfluss, sollten sie einen Frauenarzt aufsuchen. Ein Arzt kann die Art der Infektion beurteilen und eine adäquate Therapie einleiten.



Artikel drucken   Artikel empfehlen

Im Fokus

Rauchfrei Programm: zeitgemäße, erprobte Unterstützung bei Tabakabhängigkeit

Rauchern kann heute eine erfolg- reiche Unter- stützung angeboten werden, langfristig ihren Tabakkonsumen  zu beenden und zufrieden rauchfrei zu leben.

zum Artikel...

Selbstuntersuchung der Brust

Lernen Sie das Gewebe Ihrer Brüste kennen. Nehmen Sie zunächst einfach nur Ihren Körper mit den unterschiedlichen Geweben und Strukturen wahr. Die Animation im Artikel kann Ihnen dabei behilflich sein.

zum Artikel...

Waren Sie 2012 schon bei Ihrem Frauenarzt?

Die jährliche Krebsfrüh- erkennung ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsvorsorge. Der beste Termin für den Abstrich am Gebärmutterhals ist die Zyklusmitte.

zum Artikel...

Schwangere Frauen gesucht

Die Uni Erfurt und das Robert-Koch-Institut führen eine Studie zu Gesundheitsentscheidungen durch uns suchen Teilnehmerinnen.

zum Artikel...

Forum beantwortet Fragen zur HPV-Impfung

Eltern und Jugendliche können im Internet persönliche Fragen zur HPV-Impfung und auch zum Impfen im Allgemeinen an Experten richten: www.impfenimdialog.de/

zum Artikel...

"Frauenkrankheiten" von A bis Z

Die typischen Frauen- krankheiten betreffen die weiblichen Geschlechtsorgane und hängen meist stark mit dem Hormonhaushalt zusammen ...

zum Artikel...

Vorsorgeuntersuchungen und Krebsfrüherkennung

Obwohl alle Kranken- versicherten Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben, wird dieses Angebot in Deutschland erstaunlich wenig wahrgenommen. Dabei sind heute viele Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose heilbar.

zum Artikel...

Zellauffälligkeiten am Gebärmutterhals

Was bedeutet der Pap-Befund und wie geht es bei Auffälligkeiten beim Abstrich weiter?

zum Artikel...

Sexualität - Das erste Mal

Offene Gespräche und eine gemein- same Vorbereitung sind für ein gelungenes „erstes Mal" wichtig.

zum Artikel...

Pille vergessen - und jetzt?

Wurde die planmäßige Einnahme der Pille versäumt, sollte die fehlende Tablette am besten sofort nachgenommen werden. Ob zusätzlich verhütet werden muss erfahren Sie hier.

zum Artikel...