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13.10.2009

Rauchen in der Schwangerschaft hat langfristige Folgen fürs Kind

Rauchen in der Schwangerschaft kann einer neuen Studie zufolge langfristige Folgen für das Kind haben. Forscher der Universität Bremen fanden Hinweise darauf, dass die betroffenen Kinder noch im Vorschulalter Defizite bei ihrer Entwicklung haben. Sie untersuchten 100 Kindergartenkinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht hatten, auf ihren kognitiven Entwicklungsstand hin - also unter anderem auf die Fähigkeit zu Erinnern, zu Lernen und kreativ zu sein. Verglichen wurden die Ergebnisse mit denen von 100 weiteren Mädchen und Jungen, die im Mutterleib nicht mit Nikotin in Berührung gekommen waren.

Besonders auffallend war der Leistungsunterschied bei der Psychomotorik, der Artikulation, beim Rhythmusgefühl, beim auditiven Gedächtnis - also Zuhören und Erinnern - sowie beim Sprachverständnis gewesen. Die Kinder der Raucherinnen konnten in diesen Bereichen nicht mit ihren Altersgenossen mithalten, erklären die Forscher vom Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation.

Welche biochemischen Abläufe dafür verantwortlich sind, ist noch weitgehend unbekannt, erläutert die Studienleiterin Julia Danielsson in der in Stuttgart erscheinenden Fachzeitschrift „Geburtshilfe und Frauenheilkunde". Vom Nikotin ist bekannt, dass es direkt vom mütterlichen in den kindlichen Blutkreislauf übergeht. Im Gehirn reagiert es mit Botenstoffen und kann so die Gehirnentwicklung direkt beeinflussen. Außerdem verengt Nikotin die Blutgefäße. Beim Kind führt das zu Sauerstoffmangel und zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen. Auch dies kann indirekt die Gehirnentwicklung beeinträchtigen.



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