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06.10.2009 Thrombose-Risiko durch "Pille" nicht überbewerten
Vor der Verschreibung einer Anti-Baby-Pille wird von Frauenärzten stets eine sorgfältige individuelle Einschätzung der Patientinnen vorgenommen, inwieweit persönliche Risikofaktoren vorliegen, die einer Verordnung von hormonellen Verhütungsmitteln möglicherweise entgegenstehen könnten. Dazu gehören beispielsweise vorausgegangene oder bestehende thrombo-embolische Erkrankungen, eine familiäre Thrombose-Neigung, starkes Übergewicht, eine chronische Lebererkrankung oder diabetisch bedingte Gefäßveränderungen. Auch Frauen, die über 30 Jahre alt sind und rauchen, haben ein erhöhtes Risiko und werden besonders ausführlich beraten. „Mit der Anzahl an Risikofaktoren erhöht sich das Thrombose-Risiko, weswegen Frauenärzte sorgfältig abwägen und gegebenenfalls dazu raten, auf andere Verhütungsmethoden auszuweichen", erklärt der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover. Hintergrund der Stellungnahme ist der tragische Todesfall eines 21-jährigen Mädchens aus der Schweiz, die 10 Monate mit der Drospirenon-haltigen Pille YAZ verhütete. Bisher ist jedoch noch ungeklärt, ob der Tod durch Lungenembolie im Zusammenhang mit dem Verhütungspräparat stand und ob bei der Betroffenen ein individuelles Gesundheitsrisiko vorlag. „Wir sehen vor der Abklärung keinen Anlass zur Beunruhigung und werden unseren Patientinnen auch nicht dazu raten, entsprechende Präparate abzusetzen oder auf andere auszuweichen. Das Thrombose-Risiko für Drospirenon-haltige Produkte ist nach derzeitigem Kenntnisstand gegenüber anderen gleich dosierten Präparaten nicht erhöht", ergänzt Dr. Albring. Weitere Meldungen zum Thema:
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Gesunde Frauen, die eine Schwangerschaft mit der so genannten Anti-Baby-Pille verhüten, haben nur ein sehr geringes Risiko für plötzliche Verschlüsse der unteren Beinvenen. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) hin. „Seit langem ist bekannt, dass unter der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel ein leicht erhöhtes Risiko für Thrombosen besteht. Deshalb ist die Pille in Deutschland verschreibungspflichtig. Das Risiko ist jedoch geringer als z.B. unter einer Schwangerschaft, bei der es in rund 60 Fällen von 100.000 Schwangerschaften zu so einem solchen Ereignis kommen kann. Gesunde Frauen, die hormonell verhüten, können der medizinischen Einschätzung ihres Frauenarztes, ob die Pille für sie die geeignete Methode zur Empfängnisverhütung ist, vertrauen", meint Dr. Christian Albring, Präsident des BVF. 

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