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30.09.2009 Frauenärzte: Keine Bedenken gegen HPV-Impfung
„In Deutschland gibt es die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs seit Oktober 2006. Seitdem wurden etwa 1,5 Millionen Mädchen und Frauen geimpft. Auch in Deutschland und Österreich gab es Meldungen über 2 Todesfälle, die im zeitlichen Zusammenhang mit dieser Impfung stehen sollten. Doch die tatsächlichen Zahlen des Bundesamtes für Statistik sprechen eine deutliche Sprache. Im Jahr 2007 - also dem ersten vollem Jahr, in dem die HPV-Impfung zum Einsatz kam, wurde die niedrigste Zahl der so genannten „Plötzlichen Todesfälle mit ungeklärter Todesursache" bei Frauen in der Altersgruppe von 15-20 Jahren gemeldet, die jemals in Deutschland registriert wurde (s. Tabelle unten). Weltwelt wurden inzwischen mehr als 50 Millionen HPV-Dosen verimpft, ohne dass sich Hinweise auf schwerwiegende Komplikationen ergeben haben. Es gibt also keinen Grund zur Beunruhigung", erläutert Dr. Michael Wojcinski, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Impfen (AGI) im BVF. Auch das Paul Ehrlich-Institut (PEI) - die in Deutschland zuständige Zulassungsbehörde - hat bisher keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Impfung in irgendeinem kausalen Zusammenhang mit einem Todesfall stehen könnte. „Jede Nebenwirkung, die wir auf die Impfung zurückführen können, wird dem PEI sofort gemeldet. Die HPV-Impfung ist aber sehr gut verträglich - wir haben in der Praxis keine Probleme mit der Akzeptanz der Impfung. Schmerzen oder Rötungen an der Impfstelle sind die häufigsten Nebenwirkungen, die wir beobachten. Doch das ist meistens nach kurzer Zeit abgeklungen", beschreibt Wojcinski seine täglichen Erfahrungen. STIKO: Impfung gegen Krebs noch wirksamer als angenommenErst Anfang August 2009 hat die Ständige Impfkommission eine Neubewertung der HPV-Impfung in Deutschland abgeschlossen. Die Experten bestätigten die Impfempfehlung für Mädchen vom 12 bis 17 Jahren. Und nicht nur das: Neue Studiendaten deuten darauf hin, dass die Impfung offenbar gegen mehr humane Papillomviren (HPV) wirkt, als die im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen 16 und 18, die für den Großteil der Krebserkrankungen am Gebärmutterhals der Frau verantwortlich gemacht werden. In einer Untersuchung an der mehr als 18.000 Frauen im Alter von 15-25 Jahren teilnahmen, konnte gezeigt werden, dass die Impfung auch gegen andere Hochrisiko-HPV-Typen einen guten Schutz bietet. Diese so genannte Kreuzprotektion bewertet die STIKO als zusätzlichen Erfolg der Impfung. „Die Vakzine gegen HPV gehört zu den wirksamsten Impfstoffen, die wir kennen. Besonders bei Mädchen, die noch nicht mit HP-Viren in Kontakt gekommen sind, schützt die Impfung gegen die gefährlichen Erreger. Insofern kann man nur allen Mädchen raten, möglichst früh zur Impfung zu gehen. Im Moment liegt das Durchschnittsalter der Impflinge bei über 17 Jahren. Besser wäre es, wenn die Mädchen vor dem ersten Verkehr bereits geimpft wären", rät Wojcinski. Die Impfung wird von den Krankenkassen ab dem 12. Geburtstag erstattet. Todesursachen-Statistik bei 15- bis <20-jährigen Frauen:
Quelle: http://www.gbe-bund.de Weitere Meldungen zum Thema:
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Aus Sicht des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs mit einem besonderen Gesundheitsrisiko verbunden wäre. Hintergrund ist eine Meldung aus England, bei der ein 14-jähriges Mädchen kurz nach einer HPV-Impfung verstorben war. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Impfung und der bisher ungeklärten Todesursache gibt, wird jetzt untersucht. Nach Angaben der Mediziner litt das Mädchen unter einer ernsten Vorerkrankung, so dass es unwahrscheinlich ist, dass die Impfung Grund für den Tod war. 


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