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24.09.2009

HIV-Test der Mutter kann Ungeborenes schützen

Die ungeborenen Kinder HIV-positiver Mütter können vor einer Übertragung des gefährlichen Virus geschützt werden - sofern die Mütter während der Schwangerschaft entsprechend behandelt werden. Dennoch kommt es immer wieder zu einer Ansteckung, warnt das Universitätsklinikum München. In der Mehrzahl die der Fälle wurde es versäumt, einen HIV-Test zu Beginn der Schwangerschaft wahrzunehmen. „Die heute zur Verfügung stehenden, effektiven prophylaktischen Maßnahmen können jedoch nur bei bekannter Infektion greifen", erläutert Oberärztin Andrea Gingelmaier

Eine Auswertung von Schwangerschaftsdaten HIV-infizierter Mütter aus München und Berlin hatte gezeigt, dass ein Drittel der Frauen erst durch den routinemäßigen HIV-Test ihres Frauenarztes von der Infektion erfahren hatte. Dieses Wissen sei jedoch Voraussetzung, um die sehr erfolgreichen Vorbeugemaßnahmen zur Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung treffen zu können, erklärte Gingelmaier. Aufgrund einer Behandlung der Schwangeren mit sogenannten antiretroviralen Medikamenten steckt sich inzwischen nicht mehr knapp jedes vierte, sondern noch nicht einmal mehr jedes hunderte Kind an.

In Deutschland wünschen sich heute viele HIV-infizierte Frauen bewusst ein Kind, weil sich ihre Lebensperspektive durch neue Medikamente extrem verbessert hat. Dennoch ist eine solche Schwangerschaft wesentlich komplizierter. Deshalb sollten betroffene Frauen in einem spezialisierten Zentrum betreut werden und auch dort entbinden.

Mehr Informationen unter www.hiv-info.de



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