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11.12.2009

Diät und vegetarische Ernährung erhöhen Risiko für Eisenmangel bei Mädchen

Eisenmangel gehört in Europa zu den häufigsten Mangelerscheinungen bei Kindern und Jugendlichen, da ihr Körper insbesondere in Wachstumsphasen viel Eisen benötigt. Pubertierende Mädchen brauchen mehr Eisen in der Nahrung als Jungen im gleichen Alter, da sie durch ihre Menstruation zusätzlich Eisen verlieren. Machen sie noch zusätzlich eine Diät und/oder ernähren sich vegetarisch, sollten sie besonders auf genügen Eisen in ihrem Speiseplan achten. Auch extremer Sport kann bei Mädchen wie Jungen zu Eisenverlust führen. Blässe, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, brüchige Haare und Fingernägel, spröde sowie eingerissene Lippen können Hinweise auf Eisenmangel sein.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Mädchen und junge Frauen zwischen 10 und 19 Jahren 15 mg Eisen täglich und für Jungen in dieser Altersgruppe 12 mg Eisen pro Tag. Der Körper nimmt Eisen über Fleisch leichter auf als über pflanzliche Nahrungsmittel. In Kombination mit Vitamin-C-reichen Früchten oder Gemüsesorten kann pflanzliches Eisen etwas besser verwertet werden. Ungünstig auf die Eisenaufnahme wirken sich Tannine aus, die z.B. im Tee oder Kaffee enthalten sind. Deshalb sollten Vegetarier zum Essen keinen schwarzen oder grünen Tee oder Kaffee trinken. Auch überreichlicher Milchkonsum kann vor allem bei Kleinkindern die Eisenresorption negativ beeinflussen.

Eisenreich sind rotes Fleisch, dunkles Geflügelfleisch, wie z.B. Straußenfleisch, Thunfisch, Lachs, Eier, Tofu, getrocknete Bohnen und Erbsen, getrocknete Früchte sowie grünes Blattgemüse. Ein 150-Gramm-Stück mageres Rinderfleisch enthält beispielsweise 6 mg Eisen, 100 g Dosensardinen  5 mg, 200 g gebackene Bohnen 5 mg, 90 g gedämpftes grünes Gemüse 1 mg.



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