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29.09.2009 Studie: Stillen vermag Krebsrisiko bei familiärem Brustkrebs deutlich zu senken
Für ihre Studie werteten die Wissenschaftler die Daten von 60.075 Frauen aus, die in ihrem Leben mindestes ein Kind geboren hatten. Dabei handelte es sich um eine Gruppe von Müttern, die an der groß angelegten „Nurses´ Health Study II" von 1997 bis 2005 teilgenommen hatten. Im Nachbeobachtungs-Zeitraum traten 608 Brustkrebserkrankungen bei den untersuchten Frauen auf. Es zeigte sich, dass Mütter die zuvor gestillt hatten gegenüber Frauen, die nicht die Brust gegeben hatten, ein um 25 Prozent verringertes Erkrankungsrisiko hatten. Noch stärker profitierten stillende Frauen, die ein Risiko für familiären Brustkrebs hatten, von der Milchgabe mit der Brust. Sie verringerten durch das Säugen ihres Kindes das Risiko für eine Erkankung um 59 Prozent. Der positive Aspekt des Stillens war dabei jeweils unabhängig von der Dauer der Stillperiode und der Intensität des Stillens. „Die aktuelle Untersuchung bestätigt einen risikosenkenden Effekt von Stillen auf Brustkrebs und zeigt darüber hinaus, dass dieser offenbar bei Erkrankungen, an deren Entstehung genetische Faktoren beteiligt sind, besonders ausgeprägt ist", kommentiert Dr. König die Studienergebnisse. „Eine mögliche Erklärung für die günstige Wirkung des Stillens ist, dass die Oberflächenzellen der Milchdrüsen bis zur Geburt eines ersten Kindes relativ unbestimmt vorliegen. Erst nach der ersten Entbindung bewirkt ein hormoneller Impuls, dass die Milchdrüsenzellen ihre Funktion der Milchproduktion aufnehmen. Die Milchbildung wird durch das Säugen des Kindes dann weiter stimuliert und aufrechterhalten. Bleibt diese Weiterentwicklung der Brustdrüsen-Zellen auf Grund von Kinderlosigkeit oder Nicht-Stillens aus, steigt das Risiko, dass diese Zellen in späterer Zeit außer Kontrolle geraten und bösartig entarten." Weitere Meldungen zum Thema:
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