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16.09.2009

Gesunde Lebensweise senkt Krankheitsrisiko enorm

Bei gesunder Lebensweise sinkt das Risiko für chronische Erkrankungen einer Studie zufolge um fast 80 Prozent. Wer nie geraucht und kein massives Übergewicht hat, mehr als dreieinhalb Stunden pro Woche körperlich aktiv ist und sich darüber hinaus gesund mit viel Obst und Gemüse sowie wenig Fleisch ernährt, erkrankt zum Beispiel deutlich seltener an Diabetes, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIFE) Potsdam-Rehbrücke mitteilt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Archives of Internal Medicine" veröffentlicht.

Das Risiko, Diabetes oder einen Herzinfarkt zu bekommen, sinkt demnach um 93 beziehungsweise 81 Prozent - jeweils verglichen mit Menschen, die einen komplett ungesunden Lebenswandel haben. Das Schlaganfallrisiko sei um die Hälfte kleiner, bei Krebs seien es immerhin noch 36 Prozent. Wer einen Body Mass Index (BMI) unter 30 hat, vermindere allein dadurch das Risiko, chronisch zu erkranken, um mehr als die Hälfte. 70 Prozent seien es, wenn jemand dann auch noch sein Leben lang Nichtraucher ist.

Leiter der Potsdamer Langzeitstudie war Heiner Boeing vom Ernährungsinstitut. Die Ergebnisse machten deutlich, „wie wichtig es ist, eine gesunde Lebensweise im Rahmen einer effektiven Prävention chronischer Erkrankungen weiter in die Bevölkerung zu tragen und mit gesundheitspolitischen Maßnahmen zu unterstützen".

Grundlage der Studienergebnisse waren den Angaben zufolge Daten von 23.153 Teilnehmern der 1992 begonnenen, sogenannten Potsdamer EPIC-Studie, bei der Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes untersucht werden.



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