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14.08.2009 Brustkrebs im Frühstadium: Verträglichkeit der Lymphknoten-Untersuchung verbessert
Hintergrund der Untersuchung war es zu überprüfen, inwieweit bestimmte Zusatzstoffe die schmerzhaften Begleiterscheinungen einer schwach radioaktiven Kontrastmittel-Injektion (Technetium-99m-sulfur colloid) lindern könnten. Diese ist bei vielen Brustkrebs-Erkrankungen notwendig, um denjenigen Lymphknoten zu bestimmten, der den vom Krebsherd abfließenden Lymphstrom aufnimmt. Das erfolgt mittels einer speziellen Kamera aus der Nuklearmedizin. Nur wenn dieser Lymphkoten einen Krebsherd aufweist können nachfolgend an ihn angeschlossene Knoten auch Krebszellen enthalten und müssen entsprechend entnommen werden, um den Krebsbefall einzudämmen. Dieser so genannte Wächterlymphknoten, auch Sentinel genannt, wird dann kurz vor der Krebs-Operation mit Hilfe einer Biopsie auf bösartige Zellen überprüft. Ist er frei von Tumorzellen, muss keine weitere Entnahme von Lymphknoten erfolgen, wodurch die negativen Folgen der Operation für betroffene Frauen begrenzt werden. An 121 Studienteilnehmerinnen mit einer Brustkrebs-Erkrankung in einem frühen Stadium wurde überprüft, ob bestimmte Zusätze zum Kontrastmittel dessen Verträglichkeit verbessern könnten. Neben der Standard-Injektions-Lösung, wurde die Kontrastmittel-Lösung mit einem modifiziertem pH-Wert verabreicht oder unter Zusatz von Lidocain, einem gängigen Schmerzmittel, gespritzt. Anschließend sollten die Frauen mit Hilfe eines Fragebogens den Grad des Schmerzes kurz nach der Injektion einschätzen. Die Befragung zeigte, dass eine Injektions-Lösung, der 1 Prozent Schmerzmittel beigemengt wurde, weitaus verträglicher war. Auf einer Skala mit 1 bis 10 Einheiten stuften die Brustkrebs-Patientinnen die Schmerzen im Schnitt bei nur 1,6 ein, wenn eine Lidocain-Mischung verabreicht wurde. Ohne den Zusatz von Lidocain beschrieben die Frauen den Schmerz mit einem Wert von 6 als deutlich stärker. Die Beeinflussung des pH-Wertes brachte hingegen keinen lindernden Effekt. „Die Vermischung des Kontrastmittels mit einem Schmerzmittel könnte künftig zum Standard-Verfahren werden, was auch die Studienautoren betonen", kommentiert der Präsident des BVF. „Damit könnte das moderne Verfahren der Sentinel-Lymphknoten-Biopsie für Patientinnen noch weiter verbessert werden." Bevor die Sentinel-Methode eingesetzt wurde, mussten Mediziner bei Krebs in diesem Stadium in der Regel vorsichtshalber alle Lymphknoten in der Umgebung des Tumors entfernen. Meist wurden mindestens zehn Knoten entfernt, was negative Begleiterscheinungen wir Ödeme und Bewegungseinschränkungen für die Patientinnen zur Folge hatte, die durch die neue Methode erheblich vermindert werden können. Das Sentinel-Verfahren kann allerdings nicht bei allen Brustkrebs-Erkrankungen eingesetzt werden. Weitere Meldungen zum Thema:
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