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02.10.2009

Inkontinenz häufig von Rückzug aus Sozialleben begleitet

Menschen mit Inkontinenz ziehen sich häufig aus dem sozialen Leben zurück. Die Betroffenen empfinden die Blasenschwäche als einen Kontrollverlust über ihren Körper. Sie trauen sich dann nicht mehr in die Stadt, ins Kino oder zu Konzerten, weil sie nicht wissen, ob sie schnell genug eine Toilette finden. Zu diesem Ergebnis kommt Daniela Hayder vom Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke, die Tiefeninterviews mit 47 Betroffenen durchgeführt hat.

Dabei hat sich gezeigt, dass die Befragten oft Angst haben, unkontrolliert Urin zu verlieren. Sie fürchteten, dass andere das mitbekommen und sie ausgegrenzt werden. In jungen Jahren leiden vor allem Frauen unter Inkontinenz, im höheren Alter gleicht sich das Risiko zwischen den Geschlechtern an. Zwar kann man die Blasenschwäche nicht immer heilen, sie lässt sich aber zumindest lindern oder hinauszögern.

Leider ist die Überwindung, mit dem Problem zum Arzt zu gehen, immer noch sehr groß. Der Frauenarzt oder die Frauenärztin ist der richtige Ansprechpartner. Es existieren für die verschiedenen Arten von Inkontinenz - Stress-, Drang- oder Überlaufinkontinenz verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die durchaus erfolgreich sein können.



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