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17.07.2009 Studie: Hormonelle Verhütungsmittel erhöhen nicht das Risiko für Infektionen mit HPV
Für die aktuelle Untersuchung wurden die Datensätze zweier Studien ausgewertet, in denen sich Frauen gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen hatten. Dabei waren die Teilnehmerinnen mit Hilfe von Abstrichuntersuchungen am Gebärmutterhals auf Zellveränderungen und Infektionen mit krebsauslösenden Humanen Papillomviren (HPV) untersucht worden. Mit Hilfe von Fragebögen gaben die Frauen außerdem Auskünfte zu den empfängnisverhütenden Maßnahmen, die sie im Laufe ihres Lebens angewendet hatten. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Anwenderinnen von Anti-Baby-Pillen, die eine Kombination aus einem Östrogen und einem Gestagen enthielten (Mikropillen), kein höheres Risiko für HPV-Infektionen am Gebärmutterhals hatten. Gleichzeitig wurde für diese Frauen auch keine Risikoerhöhung für Zellveränderungen ermittelt. „Dies sind erfreuliche Ergebnisse, da Kombinationspillen - so genannte Mikropillen - zu den gängigsten Verhütungsmethoden bei Frauen gehören", fügt Dr. König hinzu. Bei Studienteilnehmerinnen, die längerfristig mit der so genannten Drei-Monatsspritze verhüten, wurde allerdings eine größere Wahrscheinlichkeit für Infektionen mit den Warzenviren beobachtet. Diese Frauen hatten offenbar jedoch gleichzeitig kein größeres Risiko dafür, dass eine Infektion chronisch verläuft oder zu Zellveränderungen führt, da dies nicht vermehrt beobachtet wurde. „Diese Diskrepanz erklären die Studienautoren mit der Möglichkeit, dass unter der Anwendung von Depotspritzen Zell- und Gewebeveränderungen unter Umständen weniger gut zu erkennen sein könnten", erläutert Dr. König. „Noch besteht kein Grund zur Beunruhigung. Erst wenn sich diese Vermutung in weiteren Studien bestätigen sollte, müssten Anwenderinnen dieser hormonellen Verhütungsmethode möglicherweise strenger auf mögliche Veränderungen am Gebärmutterhals untersucht werden." Weitere Meldungen zum Thema:
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