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13.07.2009

Scheideninfektionen nach dem Bad im Freien vom Gynäkologen abklären lassen

Frauen und Mädchen, die nach dem Schwimmen in Teichen oder Seen Beschwerden im Intimbereich haben, sollten diese nicht eigenmächtig behandeln, sondern von einem Frauenarzt abklären lassen. „Nach dem Baden in Naturgewässern können verschiedene Erreger für Probleme im Genitalbereich ursächlich sein, die dann aber unterschiedlich behandelt werden müssen", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Juckreiz und Ausfluss sind beispielsweise beides Symptome, die durch eine bakterielle Infektion oder eine Besiedelung mit Hefepilzen verursacht werden können. Bei beiden Erkrankungen führen jedoch nur unterschiedliche therapeutische Maßnahmen zum Behandlungserfolg."

In der Regel bekommt man eine akute Pilzerkrankung innerhalb von wenigen Tagen in den Griff. Die Behandlung erfolgt mit Hilfe von Anti-Pilzmitteln (Antimykotika), die als Tabletten oder Kapseln geschluckt werden oder in Form von Cremes, Zäpfchen und Pasten am Ort der Infektion wirken. Bakterielle Infektionen - etwa durch Enterokokken, Coli-Bakterien, Trichomonaden oder Gardnerella vaginalis - können mit Antibiotika erfolgreich bekämpft werden, die entweder eingenommen oder vaginal verabreicht werden.

Infektionen im Bereich der Scheide sollten immer ernst genommen werden, auch weil die Erreger aufsteigen und dann Organe im unteren Bauchraum infizieren können. Dort sind beispielsweise Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, Eileiterentzündungen oder auch eine Entzündung der Blase möglich.

Bei häufig wiederkehrenden Infektionen im Intimbereich, sollten Sie sich hierüber unbedingt mit Ihrem Frauenarzt/Ihrer Frauenärztin besprechen.



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