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10.07.2009 Beruflicher Stress in Frühschwangerschaft beeinflusst Geburtsgewicht
Für die Untersuchung wurden 8266 schwangere Frauen befragt, die Teilnehmerinnen der „Amsterdam Born Children and Their Development Study" waren. Um den Zusammenhang zwischen ihren Arbeitsbedingungen im ersten Schwangerschaftsdrittel und der kindlichen Entwicklung im Mutterleib zu überprüfen, beantworteten die Schwangeren verschiedene Fragen zur beruflichen Situation mit Hilfe eines Fragebogens. Zudem untersuchten die Wissenschaftler den Gesundheitsstatus der Babys nach deren Geburt und ermittelten im Zuge dessen auch deren Körpergewicht. Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass sich eine wöchentliche Arbeitsstundenzahl oberhalb von 32 Stunden oder erheblicher beruflicher Stress negativ auf das Geburtsgewicht auswirkten. So war das Körpergewicht von Kindern, deren Mütter mindestens 32 Wochenstunden arbeiteten, durchschnittlich um 43 Gramm geringer. Der Einfluss von viel Stress im Job reduzierte das Geburtsgewicht im Schnitt um 72 Gramm und erhöhte auch das Risiko dafür, ein Kind mit kleiner Körperlänge zu gebären. Am ungünstigsten war die Konstellation einer langen Arbeitwoche und zusätzlichem beruflichem Stress. Frauen, die diesen beiden Faktoren ausgesetzt waren, hatten das größte Risiko für zu kleine Kinder mit durchschnittlichen Gewichtsverlusten von 150 Gramm. „Die Studie zeigt, welchen Stellenwert der Mutterschutz für die Gesundheit von ungeborenen Kindern hat - der allerdings erst gegen Schwangerschaftsende, nämlich sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, greift. Auch legen die Ergebnisse nahe, dass Frauen mit belastenden Vollzeitjobs bereits in der Frühschwangerschaft darauf achten sollten, Stress zu kompensieren und auch soweit möglich zu verringern", meint der niedergelassene Gynäkologe. „Schwangere, die körperliche oder psychische Auswirkungen eines belastenden Berufslebens an sich bemerken, sollten diese Problematik am besten mit ihrem Frauenarzt besprechen." Weitere Meldungen zum Thema:
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