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07.12.2006

Listerien im Räucherlachs – Gefahr für Schwangere

Mit Listerien belasteter Räucherlachs, wie er bei Testungen in Nordrhein-Westfalen gefunden wurde, stellt besonders für schwangere Frauen, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem eine große Gefahr dar. „Eine Listerien-Infektion in der Schwangerschaft kann zu Früh- und Fehlgeburten führen und schwerwiegende Infektionen beim Neugeborenen auslösen. Meist stellen sich erst grippeähnliche Symptome, wie Fieber und Muskelschmerzen ein, welche mehrere Tage andauern. Auch Durchfall und Erbrechen können auftreten. Ist das Ungeborene angesteckt worden, können wehenartige Schmerzen eine Fehlgeburt ankündigen", warnt der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) Dr. Christian Albring.

Der Verlauf für das Kind hängt stark vom Zeitpunkt der Infektion ab: Je früher in der Schwangerschaft eine Ansteckung erfolgt, desto größer ist die Gefahr für eine Fehlgeburt und den Tod des Kindes. Findet die Infektion kurz vor der Geburt statt, können schwere Erkrankungen des Neugeborenen mit Atmungs- und Kreislaufstörungen, Sepsis, Gehirn- und Hirnhautentzündung die Folge sein. „Eine Ansteckung mit den Bakterien erfolgt meist über die Nahrung. Vor allem in unpasteurisierten Milchprodukten, in Schafs- oder Ziegenkäse und in unpasteurisierter Kuhmilch, aber auch in rohem und geräuchertem Fleisch und Fisch, und in Fleisch-Pasteten können die Listerien sich vermehren. Deswegen sollten Schwangere auf derartige Produkte verzichten und nur durchgegartes Fleisch und Fisch essen. Auch bei Milchprodukten sollte darauf geachtet werden, keine Rohmilchkäse zu essen. In Deutschland sind diese Produkte auf der Packung gekennzeichnet", so Albring.

Hat sich eine Schwangere infiziert und erkrankt an Listeriose, sollte frühzeitig mit einer Antibiotika-Behandlung begonnen werden.



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