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07.07.2009

Sexuelles Verlangen auch im höheren Lebensalter ausgeprägt

Bei Frauen im höheren Lebensalter spielt im Hinblick auf Sexualität offenbar weniger die eigene Gesundheit oder sexuelle Funktionsfähigkeit eine einschränkende Rolle, sondern vielmehr die gesundheitliche Situation des Partners. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle US-amerikanische Studie der Universitäten von Kalifornien und San Francisco um Alison Huang.

Von den fast 2000 untersuchten Frauen zwischen 45 und 80 Jahren berichteten 43 Prozent von moderatem sexuellem Verlangen. 60 Prozent der Teilnehmerinnen waren innerhalb der vergangenen drei Monate sexuell aktiv gewesen. Die Hälfte dieser Frauen beschrieb ihre sexuelle Zufriedenheit als mittelmäßig bis hoch. Auch gaben mehr als ein Viertel der Frauen oberhalb von 65 Jahren an, mäßiges bis hohes sexuelles Interesse zu haben. Von Frauen dieser Altersgruppe berichtete ein Drittel, innerhalb der des letzten Quartals sexuell aktiv gewesen zu sein. 

Die Frauen, die keinen Sex hatten, gaben am häufigsten mangelndes sexuelles Interesse als Grund an (39%). Weitere Gründe waren, dass sie keinen Partner hatten (36), der Partner physische Probleme aufwies (23) oder kein Interesse an Sexualität hatte (11). Nur neun Prozent berichteten von eigenen gesundheitlichen Problemen, die sie am Sex hinderten. In der Studie wurde auch Masturbation als sexuelle Aktivität gewertet.

Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass Sexualität und sexuelles Interesse auch im höheren Lebensalter bei einem Großteil der Frauen vorhanden sind. Die Behandlung von Sexualstörungen müsste jedoch oftmals den Partner mit einbeziehen, da er in vielen Fällen der Grund für sexuelle Inaktivität sei.



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