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03.07.2009 Weichmacher fördern geringes Geburtsgewicht
Um den Zusammenhang zwischen dem Einfluss von Weichmachern auf Kinder im Mutterleib zu überprüfen, untersucht die Forschergruppe zwischen 2005 und 2006 den Gesundheitszustand von 201 Neugeborenen und deren Müttern in Shanghai. Außerdem wurden die Phthalate-Werte im Blut und Stuhl der Kinder und Mütter ermittelt. Bei der Auswertung zeigte sich, dass messbare Phthalate-Werte oder dessen Stoffwechselprodukte in über 70% der Proben vorhanden waren. Bei zierlicheren Kindern wurden größere Mengen der Weichmacher nachgewiesen. So waren beispielsweise die Substanz Dibutylphthalate (DBP) mit einem verringerten Geburtsgewicht und Diethylhexylphthalat (DEHP) mit einer reduzierten Körpergröße assoziiert. Kinder mit den höchsten Anteilen an DBP im Nabelschnurblut hatten ein dreieinhalbfach erhöhtes Risiko für ein geringes Geburtsgewicht. „Diese Studienergebnisse zeigen, dass der Mensch bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Leben, nämlich schon bei seiner vorgeburtlichen Entwicklung, Umweltchemikalien ausgesetzt ist, die den Organismus negativ beeinflussen können. Die Untersuchung gibt Hinweise darauf, dass der Kontakt mit Phthalaten im Mutterleib sich ungünstig auf die Entwicklung auswirken kann", kommentiert Dr. Klaus König die Ergebnisse. „Weil Weichmacher in vielen Produkten des alltäglichen Lebens vorhanden sind, und verzehrt, inhaliert oder über die Haut aufgenommen werden, wären weitere Studien wünschenswert, um den genaueren Zusammenhang zu klären." In der aktuellen Untersuchung konnten keine näheren Angaben zur Herkunft der Chemikalien gemacht werden. Der überwiegende Teil der industriell erzeugten Phthalate wird als Weichmacher für Kunststoffe wie PVC, Nitrocellulose oder synthetisches Gummi verwendet. Weitere Meldungen zum Thema:
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Chemikalien aus Plastikprodukten wirken sich offenbar ungünstig auf das Wachstum von Ungeborenen aus. „Der gesundheitsschädigende Einfluss von Weichmachern in Kunststoffen wird seit mehreren Jahren diskutiert. Nun deutet eine aktuelle Studie, die in China durchgeführt wurde, darauf hin, dass sich die Substanzen, so genannte Phthalate, auch auf Babys im Mutterleib auswirken", berichtet Dr. Klaus König, Vize-Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) unter Berufung auf die Untersuchung um Dr. Renshan Ge in Shanghai, die im Fachmagazin „Journal of Pediatrics" veröffentlicht wurde. „Ungeborene, die bereits vorgeburtlich mit diesen Stoffen in Berührung kommen, haben demnach offenbar ein geringeres Geburtsgewicht."

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