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28.09.2006 30% weniger Brustkrebstodesfälle durch Mammografie-ScrenningDie Mammografie ist die Röntgenuntersuchung der Brust, mit der Brustkrebs im frühen Stadium erkannt werden soll. In Deutschland wird derzeit ein flächendeckendes Mammografie-Screening bis Ende 2007 aufgebaut. Jede Frau im Alter von 50 bis 69 Jahre hat danach alle zwei Jahre einen gesetzlichen Anspruch auf eine bezahlte Röntgenuntersuchung der Brust. Das Mammografie-Screening hat zum Ziel, die Sterblichkeit durch eine Brustkrebserkrankung um bis zu 30% dadurch zu senken, dass die Erkrankung erkannt wird, bevor noch Knoten tastbar sind. Die Qualität der Untersuchungsergebnisse wird durch verschiedene Wege gesichert. Zum einen dürfen Untersuchungen des Mammografie-Screening-Programms nur an ausgewählten, kontrollierten Zentren durchgeführt werden. Zum anderen wird jedes Mammografie-Ergebnis von zwei von einander unabhängigen Ärzten bewertet. Besteht Uneinigkeit bei den gestellten Diagnosen, wird noch ein dritter Arzt hinzugezogen. Außerdem besteht für die Ärzte die Möglichkeit, sich mit Kollegen aus anderen Fachgebieten (Frauenärzte, Radiologen/Röntgenärzten, Pathologen) zu beraten. Grenzen der Mammografie Mit der Mammografie können jedoch nicht alle Tumore der Brust rechtzeitig entdeckt werden. Das liegt an einigen Grenzen der Methode. Die Empfindlichkeit der Röntgenuntersuchung ist stark von der Dichte des Brustgewebes abhängig. Bei jungen Frauen ist das Gewebe sehr dicht; die Röntgenstrahlen können es nicht ausreichend durchdringen und ein aussagekräftiges Ergebnis ist häufig nicht zu erzielen. Erst mit zunehmendem Alter, etwa ab dem 40. Lebensjahr, verändert sich das Gewebe der Brust, so dass eine Veränderung besser entdeckt werden kann. Deshalb wäre ein Beginn des Mammografiescreenings bereits ab einem Alter von 40 Jahren sehr wünschenswert. Tumore bei jungen Frauen werden wegen der Gewebedichte eher nicht erfasst, und bedürfen der Ultraschalluntersuchung. Eine weitere Einschränkung besteht durch den Abstand der Mammografie-Untersuchungen. Mit einem Intervall von zwei Jahren werden überwiegend langsam wachsende Tumoren entdeckt. Schnell wachsende können mitunter zwischen den Untersuchungen nachweisbar werden. Das Ergebnis der Untersuchung ist zudem abhängig von der Erfahrung der Ärzte, welche die Bewertung der Röntgenbilder vornehmen. Die Beschränkungen der Mammografie machen es notwendig, Brustkrebsfrüherkennung schon frühzeitig und zusätzlich zum Mammografie-Screening zu betreiben. Regelmäßige Selbstuntersuchungen der Brust ab dem 21. Lebensjahr, sowie die jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt sind daher unerlässlich. |
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