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12.06.2009 Eintritt der ersten Regelblutung unterliegt genetischen Einflüssen
Um zu klären, welche Genvarianten mit einer frühen Menarche oder späten Menopause einhergehen arbeiteten vier internationale Forschergruppen zusammen. Hintergrund ihres Interesses ist die Erkenntnis, dass die Häufigkeit der weiblichen Menstruationszyklen und damit die körpereigene Hormonproduktion das Krebsrisiko bei Frauen beeinflusst. Mit der Anzahl der Menstruationszyklen im Leben einer Frau erhöht sich die Dauer der Östrogenwirkung auf das Gewebe und damit auch das Brustkrebs- und Gebärmutterkrebsrisiko. Die Forscher konnten entsprechende Gene auf mehreren Chromosomen identifizieren. Das Gen LIN28B stand beispielsweise in einer bestimmten Variante mit einem um drei Monate vorzeitig einsetzenden Zyklus in Verbindung. „In Deutschland findet die Menarche bei den meisten Mädchen zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr statt. Angesichts dieses relativ langen Zeitraums, in dem die Regelblutung einsetzen kann, ist der Einfluss der Gene wohl eher als gering einzuschätzen", kommentiert Dr. König die Studienergebnisse. Weitere bekannte Faktoren, die den Zeitpunkt der Menarche in Pubertät beeinflussen, sind vor allem ethnische, geografische und ernährungsphysiologische Einflussgrößen. „Im 19. Jahrhundert war der Zeitpunkt der ersten Regelblutung in Europa noch rund zwei Jahre später als heutzutage. Wir gehen hierbei davon aus, dass insbesondere der erheblich bessere Ernährungszustand in Kindheit und Jugend für die Vorverlegung der Pubertät verantwortlich ist." Weitere Meldungen zum Thema: |
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