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15.12.2009

Ingwer-Zubereitung kann Übelkeit bei Chemotherapie verringern

Zubereitungen von Ingwer vermochten in einer amerikanischen Studie die Übelkeit bei Krebs-Patienten zu lindern, die als häufige Begleiterscheinung bei einer Chemotherapie auftritt. Die Untersuchungsergebnisse teilte die University of Rochester in einer Pressemeldung mit. Übelkeit und Erbrechen werden durch die Auswirkungen der Chemotherapeutika (Zytostatika) auf die Zellen der Darmschleimhaut verursacht.

An der Untersuchung am James P. Wilmot Cancer Centre in Rochester im US-Staat New York nahmen 644 Krebspatienten teil, die im Rahmen ihrer Krebsbehandlung mindestens drei Zytostatika erhalten sollten. Die Studienteilnehmer bekamen je drei Tage vor und drei Tage nach den Behandlungen Ingwer (0,5, 1 oder 1,5 Gramm) und parallel ein gängiges Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (Antimimetikum). Um die Auswirkung beurteilen zu können, wurde eine Vergleichsgruppe betrachtet, die neben dem Standardmedikament ein Placebo erhielt.

Die Studienteilnehmer beschreiben, dass sie mehrmals am Tag an unterschiedlich starker Übelkeit gelitten hatten. Diejenigen, die Ingwer zu sich genommen hatten, hatten zu 40% weniger Beschwerden.  Die Wissenschaftler vermuten, dass die entzündungshemmende Wirkung des Ingwers einen positiven Effekt auf die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes hat. Die Substanzen der Pflanze konnten vom Körper noch im Vorfeld der giftigen Wirkung der Medikamente aufgenommen werden.

Ingwer wird schon seit längerem für die Behandlung von Bauchschmerzen diskutiert. Auch Segler verwenden zuweilen Ingwer gegen Seekrankheit.



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