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25.05.2009

Bei Kinderwunsch Keuchhusten-Impfung auffrischen

Frauen sollten vor einer Schwangerschaft ihren Impfschutz gegen Keuchhusten überprüfen lassen, um das Erkrankungsrisiko des Nachwuchses zu minimieren. „Eine Auffrischimpfung für Keuchhusten ist notwendig, wenn die letzte Impfung oder eine Keuchhusten-Erkrankung länger als zehn Jahre zurückliegt", erklärt Dr. Michael Wojcinski, von der Arbeitsgemeinschaft „Impfen" des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Gerade bei Neugeborenen und sehr jungen Kindern kann diese Infektionserkrankung einen schweren Verlauf nehmen, weswegen vorbeugende Maßnahmen unbedingt ausgeschöpft werden sollten. Auch heutzutage muss noch jedes 1000. Neugeborene in Deutschland wegen Keuchhusten in einer Klinik behandelt werden und immer noch sind Todesfälle durch die Folgen dieser Erkrankung zu beklagen."

Eine rechtzeitige Impfung der Mutter schützt das Kind, weil eine geimpfte Mutter die Erkrankung nicht auf das Neugeborene übertragen kann. Bis die Kinder durch eigene Impfung  gegen Keuchhusten geschützt sind, ist es also sehr wichtig, dass möglichst alle Personen, welche engen Kontakt mit dem Säugling haben werden - also beispielsweise Eltern, Geschwister, Großeltern und Babysitter - einen effektiven Impfschutz gegen Keuchhusten haben. Diese Immunisierung wird dabei mit einer Auffrischung des Impfschutzes gegen Diphtherie und Tetanus verbunden, da ein gut verträglicher und wirksamer Kombinationsimpfstoff zur Verfügung steht. „Alle Kontaktpersonen sollten bis spätestens 4 Wochen vor der zu erwartenden Geburt geimpft sein. Falls die Mutter nicht vor der Schwangerschaft geimpft wurde, sollte bei ihr die Impfung in den ersten Tagen nach der Geburt erfolgen", ergänzt Dr. Wojcinski.

Während bei vielen Impfungen gegen Infektionskrankheiten mütterliche Antikörper auf das Kind übertragen werden und dieses dadurch für die ersten Lebensmonate den so genannten Nestschutz erhält, ist dies bei Keuchhusten nicht der Fall. Aus diesem Grund muss das Neugeborene durch Impfung der Kontaktpersonen vor einer Ansteckung geschützt werden.



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