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29.04.2009 Sporteinheiten verringern Verlangen nach Zigaretten
Für ihre Untersuchung baten die Wissenschaftler 10 Raucher, die 15 Stunden von Nikotin abstinent geblieben waren, für 10 Minuten in einem moderaten Tempo Rad zu fahren. Anschließend wurde die Gehirnaktivität der Teilnehmer mit Methoden der funktionellen Magnetresonanztomografie aufgezeichnet. Dabei sollten die Versuchspersonen 60 spezielle Bilder betrachten, die bei Rauchern ein starkes Bedürfnis nach Zigaretten erzeugen können. Der gleiche Versuch wurde dann wiederholt, ohne dass die Studienteilnehmer sich sportlich betätigten. Wie erwartet bewirkten die Bilder ohne körperliche Betätigung eine starke Aktivität in denjenigen Zentren des Gehirns, die mit Belohnung und visueller Aufmerksamkeit in Zusammenhang stehen. Nach sportlicher Bewegung kam es hingegen in diesen Gehirnregionen zu keiner gesteigerten Aktivität. Gleichzeitig berichteten die Teilnehmer von einem reduzierten Verlangen nach einer Zigarette. Noch ist nicht ganz klar, worauf dieser Unterschied in der Gehirnaktivität beruht. Die Forscher vermuten, dass die körperliche Betätigung zu einer verstärkten Ausschüttung von Dopamin führt und dadurch das Verlangen nach einer Zigarette abgemildert wird. Außerdem könnten Gehirnregionen, die nicht mit Belohnung in Verbindung stehen, aufgrund der sportlichen Aktivitäten verstärkt durchblutet werden. Jedenfalls zeigen die Ergebnisse, dass Sport aufhörwillige Raucher wirksam beim Verzicht auf das Rauchen unterstützen kann. Wobei die sportlich Aktiven natürlich auch davon profitieren, dass sie gleichzeitig ihre Lungenfunktion und körperliche Leistungsfähigkeit verbessern und auch ihre Stimmung durch Sport aufhellen können.
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