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17.02.2009 Schwangere sollten nicht das Katzenklo reinigen
Werdende Mütter sollten in der Schwangerschaft das Katzenklo von jemand anderem reinigen lassen, um eine mögliche Infektion mit dem Einzeller Toxoplasma gondii zu vermeiden. „Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die vor allem Katzen befällt. Kommt es bei Schwangeren zu einer Erstinfektion, kann diese auf das Kind übertragen werden und zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen des Ungeborenen führen. Schädigungen sind unter anderem an Organen wie Herz, Leber und Lunge sowie am Gehirn möglich", erklärt Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF). „Weil Katzen die Eier des Parasiten mit den Fäzes ausscheiden, sollten werdende Mütter besser nicht in Kontakt mit Katzenkot kommen, wenn sie nicht wissen, ob sie vor der Schwangerschaft eine Infektion durchlaufen haben. Solange diese Vorsichtsmaßnahme und eine gute Hygiene nach Berührung des Tieres beachtet wird, ist es aber nicht erforderlich das Haustier wegzugeben." Ob Schwangere bereits Antikörper aufweisen, kann mit Hilfe eines Bluttests bestimmt werden. „Der Antikörper-Test ist bei Schwangeren, die mit Katzen zusammenwohnen zu empfehlen - insbesondere, wenn die Tiere freien Auslauf haben. Er muss allerdings selber bezahlt werden und sollte durchgeführt werden, sobald die Frauen von ihrer Schwangerschaft erfahren", rät der niedergelassene Gynäkologe aus Hannover. „Sollte sich bei dem Test herausstellen, dass die Schwangere noch keine Infektion mit Toxoplasmen hatte, ist gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit Katzen wichtig." Eine Erstinfektion mit T. gondii während der Schwangerschaft muss mit Antibiotika behandelt werden. Noch vor Hauskatzen sind vor allem rohe oder nur mäßig erhitzte Fleisch und Wurstwaren die hauptsächlichen Infektionsquellen für Toxoplasmen. „Schwangere sollten rohes Fleisch und dessen Erzeugnisse meiden und auch nicht selbst zubereiten, um sich nicht mit dem Parasiten anzustecken", rät Dr. Albring. Eine sichere Abtötung von Toxoplasmen erfolgt laut RKI, wenn das Fleisch über 20 Minuten lang auf mindestens 50 Grad erhitzt wird. Eine Toxoplasmose ist ansonsten für gesunde Menschen ungefährlich und wird in der Regel nicht einmal bemerkt. Auch besitzen etwa 60% der Bevölkerung in Deutschland bereits Antikörper gegen den Parasiten, weil sie bereits eine oder mehrere Infektionen durchgemacht haben. Der Parasit ist nahe verwandt mit Plasmodium, dem Erreger der Malaria, und mit Cryptosporidium. Weitere Meldungen zum Thema:
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