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10.02.2009

Studie: Diabetes nach Schwangerschaftsdiabetes verhindern – Teilnehmerinnen gesucht

Studien haben gezeigt, dass mehr als die Hälfte aller Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes innerhalb von 10 Jahren einen Diabetes entwickeln. Bei Schwangeren, die an einem Diabetes erkranken, der das Spritzen von Insulin notwenig macht, sind die Prognosen noch schlechter - von ihnen bekommen 61% innerhalb der nächsten drei Jahre einen Typ-II-Diabetes. Bei werdenden Müttern, die allein durch eine Ernährungsumstellung ausreichend behandelt wurden, erkrankten später nur 15%.

Studienteilnehmerinnen gesucht
Die Forschergruppe „Diabetes" der Technischen Universität München führt zurzeit eine Studie (Postpartale Intervention bei Gestationsdiabetikerinnen unter Insulintherapie, PINGUIN) durch, mit dem Ziel, Diabetes nach einem Schwangerschaftsdiabetes hinauszuzögern oder zu verhindern. Studienteilnehmerinnen werden hierfür eine vorbeugende Medikation (mit dem Wirkstoff Vildagliptin) und Kontrolluntersuchungen angeboten sowie eine Ernährungs- und Lebensstilberatung.

Die zeitlich auf zwei Jahre begrenzte Einnahme des Medikaments in Kombination mit der Beratung soll das Risiko der betroffenen Frauen senken, später einen Typ-II-Diabetes zu entwickeln. Die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen sollen bei Bedarf ein rasches medizinisches Eingreifen ermöglichen und verhindern, dass ein Typ-II-Diabetes unentdeckt bleibt.

Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos. Anfallende Fahrt- und gegebenenfalls Übernachtungskosten werden übernommen. Frauen können freiwillig an der Studie teilnehmen, wenn sie volljährig sind, ihre Entbindung neun Monate zurückliegt und sie einen insulinpflichtigen Schwangerschaftsdiabetes hatten.

Mehr Informationen erhalten Interessierte beim PINGUIN-Team der Forschergruppe Diabetes: Leitung: Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler
Kölner Platz 1
80804 München

Tel: 089 / 3068-2917
Fax: 089 / 3068-7509
E-Mail: pinguin@lrz.uni-muenchen.de

Internet: www.pinguin-studie.de


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